OLED-Mikrodisplays Möglicher Deal zwischen Microsoft und Samsung Display

Von Dipl.-Ing. (FH) Hendrik Härter 2 min Lesedauer

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Ein mögliches Mixed-Reality-Headset von Microsoft könnte mit OLED-Mikrodisplays von Samsung Display ausgestattet sein. Dennoch wirft die Entscheidung von Samsung Electronics, bei einem eigenen Headsets auf Sony zu setzen, Fragen über die Zukunft von Samsung Display auf.

Mixed-Reality-Diisplays: Microsoft plant Berichten zufolge ein Abkommen mit Samsung Display. Das hätte einen positiven Einfluss auf die Samsung-Tochter. Doch ein eigens MX-Headset wirft Fragen auf.(Bild:  frei lizenziert /  Pixabay)
Mixed-Reality-Diisplays: Microsoft plant Berichten zufolge ein Abkommen mit Samsung Display. Das hätte einen positiven Einfluss auf die Samsung-Tochter. Doch ein eigens MX-Headset wirft Fragen auf.
(Bild: frei lizenziert / Pixabay)

Berichten aus Südkorea zufolge hat Microsoft ein Abkommen mit Samsung Display geschlossen. Dabei geht es um OLED-Mikrodisplays für ein zukünftiges MX-Gerät (Mixed Reality), das Microsoft voraussichtlich 2026 oder später auf den Markt bringen will.

Zu diesem Zweck hat sich Microsoft bereit erklärt, mehrere hunderttausend OLED-Mikrodisplays bei Samsung Display zu bestellen. Samsung Display will dazu mit Samsung System LSI zusammenarbeiten, das für das Design der CMOS-Backplane verantwortlich ist. Die Produktion wird von Samsung Foundry durchgeführt. Samsung Display wird für die Frontplane-OLED-Abscheidung und Verkapselung verantwortlich sein.

Technischer Hintergrund der Mikrodisplays

Die Mikrodisplays werden eine White-OLED-Architektur mit Farbfiltern nutzen. Dies ist ein gängiger Ansatz in der Mikrodisplay-Technik, bei dem eine weiße lichtemittierende Schicht durch Farbfilter die gewünschten Farben erzeugt. Die notwendige Lichtleistung wird über eine MLA-Schicht verbessert. Dabei handelt es sich um ein Micro-Lens-Array (MLA), um die Helligkeit eines AR-Displays zu erhöhen. Zunächst wird Samsung System LSI die Farbfilter und die MLA-Schicht aufbringen, aber Samsung Display plant, diesen Prozess in Zukunft selbst zu übernehmen.

Eigenes MX-Headset von Samsung?

Der Deal rückt Samsung in den Mittelpunkt. Doch im Gegensatz dazu hat Samsung Electronics beschlossen, für seine eigenen AR-Headsets OLED-Mikrodisplays von Sony zu verwenden. Diese Entscheidung wurde als Rückschlag für Samsung Display gesehen, was die Vereinbarung mit Microsoft besonders bedeutsam macht, da sie Samsung Display einen wichtigen Partner sichert. Sowohl Samsung Display als auch Samsung Electronics sind Tochtergesellschaften des südkoreanischen Mischkonzerns Samsung. Obwohl beide Unternehmen unter dem Dach der Samsung Group operieren, haben sie unterschiedliche Aufgaben und Geschäftsbereiche.

OLED-Mikrodisplay von Samsung

Auf der Displayweek 2024 präsentierte Samsung ein OLED-Mikrodisplay mit einer Diagonalen von 1,03", das auf einer RGB-Direktemissions-Architektur basiert und in Zusammenarbeit mit eMagin entwickelt wurde, einem Unternehmen, das Samsung im letzten Jahr übernommen hat. Die RGB-Direktemissions-Architektur ist eine spezielle Technik, die in OLED-Displays eingesetzt wird. Bei dieser Architektur wird jede einzelne Pixelzelle direkt durch separate, organische Materialien angesteuert, die rotes, grünes und blaues Licht emittieren.

Experten gehen davon aus, dass die Direktemissions-Architektur erst nach 2026 für die Massenproduktion bereit sein wird. (heh)

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