HoloLens 2 nutzt die Möglichkeiten von künstlicher Intelligenz (KI) und Hologrammen, um neue Formen der Zusammenarbeit in mittelständischen Unternehmen zu ermöglichen. Damit ebnet die Technologie Unternehmen den Weg ins industrielle Metaverse.
Transformation im Mittelstand: Mit der HoloLens 2 von Microsoft bekommen mittelständische Unternehmen die Möglichkeit, digitale Inhalte in einer physich-realen Umgebung zu transportieren.
(Bild: Microsoft)
Der Mittelstand in Deutschland befindet sich im Umbruch und ist mit zahlreichen Problemen konfrontiert. Erschwert wird die Transformation durch die hohen Energiepreise, die die Produktions- und Lieferprozesse belasten. Der Fachkräftemangel reißt Lücken in die Personaldecke. Hinzu kommen Fragen nach der eigenen Resilienz und der Notwendigkeit, sich in Richtung Nachhaltigkeit zu transformieren. Dies bestätigt auch eine aktuelle Studie von PwC zu den zehn größten Herausforderungen und Chancen mittelständischer Unternehmen in Deutschland bei der nachhaltigen Transformation. Auch die Digitalisierung und der Einsatz neuer Technologien stehen auf der Liste.
Digitale Technologien können gerade kleinen und mittleren Unternehmen helfen, ihre Wettbewerbsfähigkeit zu stärken. Mixed-Reality-Anwendungen wie die Microsoft HoloLens 2 unterstützen Mitarbeiter bei neuen Formen der Zusammenarbeit. Dabei gibt es weder räumliche noch organisatorische Grenzen. Das von Microsoft entwickelte Headset ist ein völlig eigenständiger, kabelloser, holografischer Computer. Mit der HoloLens 2 können Menschen Hologramme, also digitale Inhalte, in einer physisch-realen Umgebung sehen und mit ihnen über Sprache und Gesten interagieren.
So funktioniert der tragbare Holografie-Computer
Die HoloLens 2 setzt dabei auf ein Zusammenspiel von KI aus der Microsoft-Cloud, zahlreichen Sensoren sowie speziellen Trackingsystemen, die unter anderem die Handform der Nutzerinnen und Nutzer erfassen und so zur präzisen Steuerung der Brille dienen. Hinzu kommt eine KI-Technologie direkt auf dem Edge, also auf der HoloLens 2 selbst. Sie wird als Perception AI bezeichnet, da sie der instinktiven Wahrnehmung und Aktivität des menschlichen Gehirns entspricht. Die technologische Basis für diese Perception AI, die ohne permanente Verbindung zur Cloud auskommt, bildet die Holographic Processing Unit HPU 2.0, die speziell für die HoloLens 2 entwickelt und in diese integriert wurde. Der lokale Einsatz auf dem jeweiligen Gerät ermöglicht besonders schnelle Reaktionszeiten, die für das Gefühl einer natürlichen Interaktion wichtig sind.
Daraus ergeben sich gerade im Zusammenhang mit dem produzierenden Gewerbe vielfältige Einsatzmöglichkeiten. So liegt die Exportquote des deutschen Maschinenbaus bei rund 80 Prozent. Viele der ins Ausland gelieferten Maschinen müssen jedoch regelmäßig gewartet, Einstellungen angepasst oder das Personal des Kunden in der Bedienung der Maschinen geschult werden. All das ist in der Regel mit einem hohen organisatorischen und zeitlichen Aufwand für das zuständige Servicepersonal verbunden. Dieser Aufwand wiegt in Zeiten knapper Personalressourcen besonders schwer und erhöht sich noch, wenn die Maschinen in schwer zugänglichen Regionen oder auf Schiffen eingesetzt werden.
Holografische Wartungsarbeiten mit Schritt-für-Schritt-Anleitungen
Hier kommt die HoloLens 2 ins Spiel. Kombiniert mit Cloud-Angeboten von Microsoft wie Dynamics 365 Guides können Servicemitarbeiter digital mit den Mitarbeitern beim Kunden vor Ort in Kontakt treten und sie mit holografischen Schritt-für-Schritt-Anleitungen durch die Wartungsarbeiten führen. Das Headset ermöglicht dabei echte Interaktionen zwischen Mixed und Physical Reality. Das Ergebnis ist zum einen eine erhebliche Zeit- und Kostenersparnis.
Andererseits schont der Einsatz durch vermiedene Reisen die Umwelt und leistet darüber hinaus einen wichtigen Beitrag für fortschrittliche Schulungs- und Onboarding-Prozesse, die analog zur Fernwartung mit HoloLens 2 in einer Mixed-Reality-Umgebung durchgeführt werden können. Dokumente wie Handbücher oder Schulungsunterlagen können vollständig digitalisiert direkt über die HoloLens 2 eingebunden und bereitgestellt werden. Die Holografie-Technologie wird so zum Chancengeber für den Mittelstand.
Doch damit nicht genug. Mit der HoloLens 2 ist das industrielle Metaversum auf dem Weg in die Realität. Während die einen das Metaversum noch für eine innovative Form des Entertainments halten, ist es in Wirklichkeit ein industrielles Konzept, das bereits mit hoher Geschwindigkeit die Gegenwart erobert. Im industriellen Metaversum verschmelzen reale und digitale Welt zu einer hybriden Form, die Technologien wie das Internet der Dinge, künstliche Intelligenz, digitale Zwillinge oder autonome Systeme miteinander verbindet.
In Kombination mit der HoloLens 2 ergeben sich damit komplett neue Einblicke in die eigene Produktion. Um den Aufbau neuer Produktionslinien und -prozesse zu planen, können die Verantwortlichen im Unternehmen gemeinsam mit externen Partnern holografische Bilder der künftigen Anlagen betrachten, im Raum platzieren und begehen.
Stand: 08.12.2025
Es ist für uns eine Selbstverständlichkeit, dass wir verantwortungsvoll mit Ihren personenbezogenen Daten umgehen. Sofern wir personenbezogene Daten von Ihnen erheben, verarbeiten wir diese unter Beachtung der geltenden Datenschutzvorschriften. Detaillierte Informationen finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.
Einwilligung in die Verwendung von Daten zu Werbezwecken
Ich bin damit einverstanden, dass die Vogel Communications Group GmbH & Co. KG, Max-Planckstr. 7-9, 97082 Würzburg einschließlich aller mit ihr im Sinne der §§ 15 ff. AktG verbundenen Unternehmen (im weiteren: Vogel Communications Group) meine E-Mail-Adresse für die Zusendung von redaktionellen Newslettern nutzt. Auflistungen der jeweils zugehörigen Unternehmen können hier abgerufen werden.
Der Newsletterinhalt erstreckt sich dabei auf Produkte und Dienstleistungen aller zuvor genannten Unternehmen, darunter beispielsweise Fachzeitschriften und Fachbücher, Veranstaltungen und Messen sowie veranstaltungsbezogene Produkte und Dienstleistungen, Print- und Digital-Mediaangebote und Services wie weitere (redaktionelle) Newsletter, Gewinnspiele, Lead-Kampagnen, Marktforschung im Online- und Offline-Bereich, fachspezifische Webportale und E-Learning-Angebote. Wenn auch meine persönliche Telefonnummer erhoben wurde, darf diese für die Unterbreitung von Angeboten der vorgenannten Produkte und Dienstleistungen der vorgenannten Unternehmen und Marktforschung genutzt werden.
Meine Einwilligung umfasst zudem die Verarbeitung meiner E-Mail-Adresse und Telefonnummer für den Datenabgleich zu Marketingzwecken mit ausgewählten Werbepartnern wie z.B. LinkedIN, Google und Meta. Hierfür darf die Vogel Communications Group die genannten Daten gehasht an Werbepartner übermitteln, die diese Daten dann nutzen, um feststellen zu können, ob ich ebenfalls Mitglied auf den besagten Werbepartnerportalen bin. Die Vogel Communications Group nutzt diese Funktion zu Zwecken des Retargeting (Upselling, Crossselling und Kundenbindung), der Generierung von sog. Lookalike Audiences zur Neukundengewinnung und als Ausschlussgrundlage für laufende Werbekampagnen. Weitere Informationen kann ich dem Abschnitt „Datenabgleich zu Marketingzwecken“ in der Datenschutzerklärung entnehmen.
Falls ich im Internet auf Portalen der Vogel Communications Group einschließlich deren mit ihr im Sinne der §§ 15 ff. AktG verbundenen Unternehmen geschützte Inhalte abrufe, muss ich mich mit weiteren Daten für den Zugang zu diesen Inhalten registrieren. Im Gegenzug für diesen gebührenlosen Zugang zu redaktionellen Inhalten dürfen meine Daten im Sinne dieser Einwilligung für die hier genannten Zwecke verwendet werden. Dies gilt nicht für den Datenabgleich zu Marketingzwecken.
Recht auf Widerruf
Mir ist bewusst, dass ich diese Einwilligung jederzeit für die Zukunft widerrufen kann. Durch meinen Widerruf wird die Rechtmäßigkeit der aufgrund meiner Einwilligung bis zum Widerruf erfolgten Verarbeitung nicht berührt. Um meinen Widerruf zu erklären, kann ich als eine Möglichkeit das unter https://contact.vogel.de abrufbare Kontaktformular nutzen. Sofern ich einzelne von mir abonnierte Newsletter nicht mehr erhalten möchte, kann ich darüber hinaus auch den am Ende eines Newsletters eingebundenen Abmeldelink anklicken. Weitere Informationen zu meinem Widerrufsrecht und dessen Ausübung sowie zu den Folgen meines Widerrufs finde ich in der Datenschutzerklärung, Abschnitt Redaktionelle Newsletter.
Industrial Metaverse wird zum Interaktionsraum für Mensch und Maschine
Statt neue Arbeitsschritte direkt an einer Maschine zu testen, können Fachabteilungen zunächst mit einem digitalen Zwilling, also einem digitalen Abbild der physischen Welt, im digitalen Raum arbeiten, bevor sie diese dann auf den realen Maschinen anwenden. Konstrukteurinnen und Konstrukteure können gemeinsam an digitalen Modellen entwickeln, als stünden sie zusammen in einer Werkshalle, obwohl sie tausende Kilometer voneinander entfernt sind.
Das bereits angesprochene Thema der Wartung erhält mit dem digitalen Zwilling nochmals eine weitere Dimension. Mit den Maschinendaten in der Azure Cloud können sich die jeweiligen Fachverantwortlichen etwa direkt ein Bild von der Lage machen und bei Bedarf ihre Kolleginnen und Kollegen über HoloLens 2 vor Ort unterstützen. Einschalten, hinschauen, Problem erkennen, lösen – und das alles innerhalb weniger Minuten. Im Ergebnis können Zeitaufwand, Materialkosten und CO2-Emissionen deutlich reduziert werden. Statt Zeit in Bussen und Bahnen zu verbringen, können die kreativen Köpfe eines Unternehmens mit virtueller Realität wie der Microsoft HoloLens 2 gemeinsam neue Produkte auf den Weg bringen, Entwicklungen erarbeiten und die Dinge buchstäblich aus einem anderen Blickwinkel betrachten.