Solarzellenproduktion Meyer Burger hält am Standort Deutschland fest

Von Dipl.-Ing. (FH) Hendrik Härter 1 min Lesedauer

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Die deutsche Solarproduktion von Meyer Burger in Sachsen-Anhalt bleibt bestehen. Wie das Schweizer Unternehmen mitteilt, führen finanzielle Engpässe dazu, die Produktion in den USA nicht weiter auszubauen und dafür in Deutschland zu bleiben.

Das Werk von Meyer Burger in Thalheim in Bitterfeld-Wolfen bleibt erst einmal Teil der Produktionsstrategie des Unternehmens.(Bild:  Meyer Burger)
Das Werk von Meyer Burger in Thalheim in Bitterfeld-Wolfen bleibt erst einmal Teil der Produktionsstrategie des Unternehmens.
(Bild: Meyer Burger)

Im Frühjahr ist der Schweizer Solarmodulhersteller Meyer Burger in die Schlagzeilen gekommen. Hintergrund ist die Schließung des Produktionsstandortes im sächsischen Freiberg. Rund 400 Mitarbeiter hatten ihre Kündigungen bekommen. Ebenfalls in den Fokus geraten die Produktion im sachsen-anhaltinischen Thalheim in Bitterfeld-Wolfen. Doch die drohende Schließung ist vom Tisch. Der geplante Aufbau einer alternativen Produktionsstätte in den USA sei derzeit nicht finanzierbar und daher gestoppt worden, teilte das Unternehmen mit.

Standort Deutschland bleibt wichtig

Auch der Standort Bitterfeld-Wolfen stand zur Disposition. Das Schweizer Unternehmen hatte die Bundesregierung aufgefordert, europäische Solarhersteller stärker zu fördern. Der Druck der chinesischen Billigproduktion mache den deutschen und europäischen Standort unrentabel.

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Meyer Burger wollte Europa den Rücken kehren und die Produktion in den USA ausbauen. Die Pläne für eine Solarzellenfertigung im US-Bundesstaat Colorado liegen nun auf Eis. Wie das Unternehmen mitteilt, sei das Projekt „aufgrund der jüngsten Entwicklungen“ derzeit nicht finanzierbar und werde deshalb gestoppt.

In Goodyear im US-Bundesstaat Arizona steht die neue Modulfabrik des Unternehmens mit 1,4 Gigawatt Nominalkapazität, deren Produktionshochlauf Ende Juni begonnen hat. Den Ausbau der Kapazität um weitere 0,7 Gigawatt wird der Mitteilung zufolge vorläufig ausgesetzt. Mit Blick auf die in Thalheim produzierten Zellen gebe es laufende Gespräche mit möglichen weiteren Kunden „für die Abnahme zusätzlicher Mengen unter den neuen Bedingungen“.

Hintergrund sind laut Meyer-Burger-Geschäftsführer Erfurt vor allem Finanzierungsprobleme bei der Zellproduktion in den USA wie die Tagesschau berichtet. Im Werk in Sachsen-Anhalt beschäftigt Meyer Burger 350 Mitarbeiter und sie sollen das „Rückgrat der Solarzellenversorgung sein und die Modulproduktion im US-Bundesstaat Arizona beliefern“. (heh)

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