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N-Single-Modus erzielt minimale Totzeiten bis zu 400 ns
Für Anwendungen, bei denen auch dieser High-Acquisition-Modus noch nicht ausreicht gibt es eine letzte Methode, die Erfassungsrate weiter bis auf äquivalent zwischen 450.000 und 2.500.000 Kurvenformen pro Kanal und Sekunde zu steigern.
Allerdings ist dieser sogenannte N-Single-Modus nicht für eine kontinuierliche Signal-Erfassung geeignet, weil in dieser Betriebsart die Kurvenformen zuerst bis zu einer vom Benutzer spezifizierten Zahl N gespeichert und dann am Bildschirm angezeigt werden. Das Oszilloskop spart sich also hier die Zeit die notwendig ist, um nach jeder Erfassung den Bildschirm neu aufzubauen bzw. die Änderungen darzustellen. Dieser Zeitgewinn resultiert in einer minimalen Totzeit des Mixed-Signal-Oszilloskops. Somit eignet sich dieser Modus nicht für sporadische Fehler, sondern mehr für Fehler im Signalverlauf, die zwar sehr kurzzeitig, aber reproduzierbar sind.
Klassische Glitch-Erkennung mit dem Envelope-Modus

Die Kontrolle der Erfassungsrate des Oszilloskops und der Zugriff auf die bereits erfassten Messungen sind eine Seite, die Kontrolle über die aktuelle Abtastrate eine andere. Nun gibt es Nutzsignale, die eine entsprechend große Zeitbasis erforderlich machen, so dass — gemäß oben erwähnten Zusammenhang zwischen Abtastrate, Speichertiefe und Zeitbasis — selbst bei maximaler Speichertiefe des Mixed-Signal-Oszilloskops die resultierende Abtastrate deutlich unter der maximalen liegt. Das kann dazu führen, dass überlagerte kurzzeitige Störungen innerhalb einer Messung über die analogen Eingänge nicht mehr erfasst werden können (Bild 4).
Für diese Fälle kann das Scope in den Envelope-Modus geschaltet werden. In diesem Modus wird in weiten Grenzen — unabhängig von der Zeitbasis — mit der maximalen physikalischen Abtastrate gearbeitet. Die Messdaten werden einer Maximum-Minimum-Datenreduktion unterzogen und als Ergebnis werden Glitche zuverlässig detektiert.
Als Nebenprodukt ist dieser Modus in Verbindung mit entsprechenden Bandbreitenfiltern in den analogen Eingängen auch sehr gut geeignet, um Aliasing-Effekte zu vermeiden, die durch Unterabtastung im Verhältnis zur oberen Grenzfrequenz des Signalspektrums entstehen.
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