iSuppli Marktforschungsunternehmen veröffentlicht iPhone-Materialliste - „Überraschungen bei Zulieferern“
Das amerikanische Marktforschungsunternehmen iSuppli hat seine Teardown-Analyse sowie Materialliste des iPhones vorgestellt. Diese berge zwar wenige Überraschungen in Bezug auf Kosten, jedoch dafür bei den Zulieferern mit Neulingen wie Infineon Technologies, National Semiconductor und Balda, die Hauptbestandteile des Produktes liefern.
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„Der dieses Wochenende durchgeführte iSuppli-Teardown ermittelte, dass die Gesamtkosten für Material und Herstellung der Hardware für die 8-GByte-Version des iPhone sich auf 265,83 US-$ belaufen und damit eine Marge von mehr als 55% für jedes 8-GByte-iPhone erzeugt, das zu einem Preis von 599,00 US-$ verkauft wird,“ so Andrew Rassweiler, Hauptanalytiker für iSuppli. Dies lag ungefähr in dem Bereich, den die Marktforscher im Januar geschätzt hatten. Überraschendes gab es für iSupply bei den Zulieferern der Komponenten. Unter den Neulingen für die iPod-Familie befindet sich Infineon, die zu den größten Gewinnern bezüglich Halbleiter-Inhalten zählen. Die Münchner steuerten das digitale Basisband, den Hochfrequenz-Transceiver und Stromüberwachungseinheiten bei und stellen damit einen Hauptteil des Kernkommunikationsvermögens des iPhone. Insgesamt macht Infineons Silzium 15,25 US-$ der Materialliste des iPhone sowie 6,1% der Gesamtkosten der 8-GByte-Version aus.
Balda liefert Touchscreen-Modul, NatSemi die Display-Anbindung
Der Beitrag von National Semiconductor zur Materialliste ist zwar mit einem einzelnen Chip für die serielle Display-Schnittstelle im Wert von 1,50 US-$ verhältnismäßig klein. Dahinter steht für den Analog-Spezialisten laut iSuppli jedoch ein neuer Design-Win, da NatSemi bisher noch nicht für den Pod zulieferte. Eines der Hauptmerkmale des iPhone ist das Display. Zulieferer des Display-Moduls ist Balda aus Deutschland in Verbindung mit ihrem Partner TPK Holding China. Das Modul kostet geschätzte 27 US-$ und verkörpert 10,8% der Kosten des 8-GByte-Modells.
Samsung liefert Applikationsprozessor und Speicher
Samsung liefert den Applikationsprozessor für das iPhone auf Basis eines ARM-RISC-Cores, der 14,25 US-$ der Materialliste ausmacht. Ferner steuern die Südkoreaner NAND-Flash und DRAM-Speicher bei. Insgesamt macht der Anteil von Samsung in der 8-GByte-Version des iPhones 76,25 US-$ aus, dies entspricht 30,5 % der Hardwarekosten. Als weitere Zulierferer, die Design Wins im iPhone für sich verzeichnen konnten, nennt iSupply Epson Imaging Devices, Sharp und Toshiba Matsushita Display Technology (alle für Displays), Wolfson (Audio Codec), CSR (Bluetooth) und Marvell (Wi-Fi-Basisband-Chip).
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