Anwenderschnittstelle Touchscreen Manöver am Bildschirm ersetzen Tasten

Autor / Redakteur: Gerhard Winkler* / Kristin Rinortner

So genannte Touchscreens haben sich als Eingabeschnittstelle auch in der Industrie etabliert und ersetzen zunehmend Schalter und Taster. Wir geben einen Überblick zu verschiedenen Ausführungsformen und Funktionsprinzipien von Touchscreens.

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Der Wunsch, möglichst viele Funktionen einfach und schnell zu steuern, führte zunächst bei Multimediageräten dazu, dass Bedienungseingaben variabel vom angezeigten Inhalt direkt am Bildschirm vorgenommen werden können. Sensortechnologien wurden weiterentwickelt, um ein derartiges Manövrieren am Bildschirm zu ermöglichen und angenehm zu gestalten.

Inzwischen haben sich so genannte Touchscreens dank ihrer Anpassungsfähigkeit, Robustheit und ihres guten Aussehens als ideale Anwenderschnittstelle in vielen weiteren Marktbereichen durchgesetzt. Die Ausführungsformen werden permanent weiter entwickelt. Ganz verdrängen lässt sich der mechanische Anteil der Schnittstelle jedoch nicht und zum Teil sind gerade hier große Anstrengungen notwendig, um die gewünschte Zuverlässigkeit zu erreichen.

Grenzen von mechanischen Eingabensystemen

Bei genauer Betrachtung fällt auf, dass Schalter und Taster/Tastaturen bei elektronischen Geräten eine dominante Rolle spielen und zum Teil sehr zahlreich und in vielfältigen Ausführungen vorkommen. Eine normale Computertastatur hat bereits über einhundert Tasten, die auch mit Mehrfachfunktionen ausgestattet sind. Mit einer Computermaus kommen noch weitere Tasten, ein Scrollrad und ein optisches Sensorsystem hinzu. Mit der Maus kann man auf Menüpunkte und Steuerungen gezielt zugreifen und Bildschirminhalte einfach bearbeiten.

Doch ein solches Eingabesystem stößt schnell an seine Grenzen, sobald es für eine andere Ländersprache verwendet werden soll und die Beschriftung oder die Anordnung der Tasten geändert werden müssen. Die Lösung besteht darin, individuelle mechanische Tasten zu vermeiden und die Bedienung, soweit möglich, direkt auf den Bildschirm zu verlagern. Mit Hilfe von Software wird eine geeignete Bedienoberfläche dargestellt und der Bildschirm erhält eine Oberfläche mit Sensoren, die die Position eines Fingers oder Eingabestifts detektieren können. Auswertebausteine berechnen die Koordinaten und Bewegungen, um Vorgänge zu beschleunigen und den Prozessor zu entlasten.

Für die Positionserkennung können unterschiedliche Effekte genutzt werden: Druck, Widerstand (Analog Resistive), Kapazität (Projected und Surface Capacitive), infrarote Strahlung (LED Array und Kamera) und Schall (Surface Acoustic Wave).

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