Einsteigerfreundliche CNC-Maschine Makera Z1: Die CNC-Maschine in der Größe eines Desktop-Druckers

Von Henrik Bork 3 min Lesedauer

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Die CNC-Maschine passt mittlerweile auf den Schreibtisch. Der chinesische Hersteller Makera hat die CNC-Maschine Makera Z1 nach erfolgreicher Kickstarter-Kampagne zur CES 2026 in Las Vegas mitgebracht, die auch schon bei der Weltpremiere auf der IFA 2025 Aufmerksamkeit erregt hat.

Die Makera Z1 wurde im Herbst 2025 erfolgreich bei Kickstarter finanziert, wird aktuell produziert und im Frühjahr an die Backer ausgeliefert.(Bild:  Makera)
Die Makera Z1 wurde im Herbst 2025 erfolgreich bei Kickstarter finanziert, wird aktuell produziert und im Frühjahr an die Backer ausgeliefert.
(Bild: Makera)

Auch mit der vorgestellten, kompakten CNC-Maschine von Makera schließt sich eine Lücke mittels eines Trends, der schon seit Jahren zu beobachten ist: Hightech-Maschinen werden kleiner und bezahlbarer, und wandern aus großen Werkhallen in kleine Firmen und Labors. CNC‑Fräsen im Desktop‑Format gibt es bereits seit einigen Jahren, vor allem im Maker‑ und Prosumer‑Bereich. Mit der Makera Z1 rückt jetzt aber eine neue Generation kompakter CNC‑Maschinen in den Fokus, die zusätzliche Automations‑ und Komfortfunktionen bietet und damit die Einstiegshürden weiter senkt.

„Indem wir die Hürden für präzise Fertigung senken, möchten wir fortschrittliche Werkzeuge in eine zugängliche Infrastruktur für Kreativität verwandeln“, sagte Josh Zhang, Gründer und CEO von Makera, auf der CES. Die 2019 in Peking gegründete Firma bezeichnet sich selbst als „Spezialist für Desktop-CNC-Maschinen“. Das gerade in Las Vegas präsentierte Gerät „Makera Z1“ soll für weniger als 1.000 US-Dollar auf den Markt kommen, hat aber eine für diesen Preis beeindruckende Anzahl von Funktionen vorzuweisen. Auf der Kickstarter-Seite zur Z1 liegt der Preis für Late Backer derzeit bei 979 US-Dollar.

Makera Z1: Flexibilität zum Budgetpreis

Schnelle Werkzeugwechsel sind ebenso möglich wie intelligente automatische Nivellierung und „Ein-Klick“-Werkzeugkalibrierung, womit Makera zufolge „der Einrichtungsprozess weitgehend automatisiert und die Lernkurve deutlich reduziert wird“. Ähnlich wie bei 3D-Druckern, die in den vergangenen Jahren auch immer kleiner und günstiger geworden sind, kann diese Mini-CNC-Maschine für die Produktion von Prototypen, aber auch schon für die Herstellung kleiner Elektronik oder von Laborbedarf aus Plastik eingesetzt werden.

Noch kosten die meisten CNC-Maschinen zwischen 50.000 und vielen Hunderttausend Euro. Die Hersteller von Miniaturgeräten kommen größtenteils aus der „Maker-Szene“, die in China sehr aktiv ist, aber selbst hier das Image von Garagenbastlern und Hinterhoftüftlern nur schwer abstreifen kann. Das, so hoffen die Verantwortlichen von Makera und eine ganze Reihe weiterer Hersteller aus China, soll sich jetzt aber ändern.

CNC-Maschinen für den Massenmarkt

„Während 3D-Drucker und Laser-Gravierer schon in den Massenmarkt vorgedrungen sind, galten CNC-Maschinen als das noch fehlende Puzzleteil im Maker-Ökosystem“, schreibt das Technologieportal 36Kr über den Messeauftritt von Makera in Las Vegas.

Anders als bei den Druckern war vor allem die Software bei CNC-Maschinen noch zu kompliziert. Jetzt aber schicken sich CNC-Maschinen an, aus der industriellen Fertigung in den Massenmarkt zu springen, und werden für Erfinder, Studierende und Kleinunternehmer interessant.

Für die Maker-Community in China eröffnet sich damit eine Marktchance. Hersteller von kleinen 3D-Druckern wie Bambu Lab haben „in weniger als vier Jahren einen Umsatz von sechs Milliarden Yuan (rund 740 Millionen Euro) erreicht“, schreibt das Technologieportal.

Xtool, ein weiteres Unternehmen aus dem Segment, ist bei einem Jahresumsatz von zwei Milliarden Yuan angelangt, rund 250 Mio. Euro. Es hat auf der CES gerade einen „Desktop-UV-Drucker“ vorgestellt, der in einem sehr kompakten Gerät UV-LED-Härtungstechnologie verfügbar macht. Mithilfe der UV-Strahlen kann Tinte innerhalb von Millisekunden zu harten Filmen ausgehärtet werden.

Interesse ist da

Im Vergleich zu solchen umsatzstarken Konkurrenten steht Makera noch eher am Anfang seiner Wachstumsgeschichte. Das Unternehmen hat gerade mit einer Crowdfunding-Kampagne etwas mehr als zehn Millionen US-Dollar eingesammelt. Das allerdings ging recht schnell, hat bloß 45 Tage gedauert. Das Interesse von Kleininvestoren und zunehmend auch von professionellen Investmentfirmen an Hightech-Werkzeugmaschinen im Miniaturformat steigt.

Makera bietet eine eigene Software-Suite für seine Maschinen an, die potenziellen Nutzern den Einstieg erleichtern soll. 3D-Drucker, Laser-Gravierer und CNC-Maschinen dieser Größenklasse seien nun „nicht länger nur Spielzeuge für eine kleine Gruppe von Geeks“, schreibt 36Kr.

Die meisten Schlagzeilen von der diesjährigen CES wurden von KI-Anwendungen aller Art dominiert, unter anderem von humanoiden Robotern. Auch hier stammten 21 von insgesamt 38 Ausstellern aus China. Wie die CNC-Fräsen für den Schreibtisch beweisen, gab es jedoch auch darüber hinaus eine Menge interessanter Hardware-Neuerungen zu entdecken. (sb)

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