FUBA PRINTED CIRCUITS Leiterplattenhersteller meldet Insolvenz an

Redakteur: Claudia Mallok

Die FUBA PRINTED CIRCUITS GMBH mit Sitz in Gittelde im Harz hat einen Antrag auf Insolvenzeröffnung gestellt. Die Erhaltung der Standorte Gittelde, wo seit 1959 Leiterplatten gefertigt werden, und Dresden habe oberste Priorität. FUBA ist in Europa der viertgrößte Hersteller von Leiterplatten für Kfz-Elektronik, Telekommunikationsausrüstung sowie Industrieelektronik.

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Trotz eines gelungenen Neustarts nach der Beendigung des Insolvenzverfahrens und der Planinsolvenzphase im Jahre 2006 war die erneute Beantragung eines Insolvenzverfahrens unvermeidlich. Die Ursache für diesen Schritt ist der globale Einbruch der Automobilindustrie und die zurückhaltende Kreditbereitschaft der Banken.

Obwohl die bestehenden Bankverbindlichkeiten gering und Sicherheiten verfügbar sind, hätten die Banken ihr Engagement nicht ausgeweitet, meldet das Unternehmen. Auf dieser Basis war die Liquidität des Unternehmens nicht mehr nachhaltig gesichert. An den Standorten in Dresden und Gittelde werde weiter gearbeitet. Bestehende und neue Aufträge werden produziert und ausgeliefert.

Die Geschäftsführer sind trotz allem optimistisch. Die FUBA-Großkunden haben ihre Unterstützung und Loyalität gegenüber dem Unternehmen zugesagt. Die Bezahlung der Löhne und Gehälter ist für insgesamt drei Monate gesichert.

Als vorläufiger Insolvenzverwalter wurde Rechtsanwalt Torsten Gutmann, Hannover-Lehrte, bestellt. Die Fortführung der FUBA im Rahmen einer übertragenen Sanierung habe auch für den vorläufigen Insolvenzverwalter Gutmann erste Priorität.

50 Jahre Leiterplattenproduktion in Gittelde

Seit 1959 gibt es in Gittelde eine Leiterplattenproduktion. Bis 1998, also knapp 40 Jahre, gehört die Produktionsstätte zu FUBA Hans Kolbe & Co., einem Unternehmen, das vor allem durch seine Satellitenantennen bekannt wurde. Dann übernimmt die VOGT electronic AG das seit 1995 als FUBA PRINTED CIRCUITS GMBH firmierende Unternehmen. Nach einer Umfirmierung erfolgt zum 1. Oktober 2003 die Herauslösung der Leiterplattenproduktion aus dem VOGT electronic-Konzern.

Durch ein Management-Buy-Out erwerben die damaligen Geschäftsführer die Firma und führen sie unter dem Namen FUBA PRINTED CIRCUITS GMBH fort. Im Jahr 2008 übernehmen die Lamitec-Holding AG, Neu-Ulm und die FUBA Printed Circuits Tunisie S. A., Bizerte, jeweils 50% der Anteile von FUBA-Deutschland.

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