Laborarbeitsplatz Leise Messgeräte fördern die Ergonomie und Effizienz
Der Messgerätespezialist dataTec befasst sich intensiv mit dem Arbeitsumfeld störender Gerätegeräusche in Laboratorien. Dazu hat dataTec das Fraunhofer-Institut IAO beauftragt, die Arbeitsbedingungen in Labors zu analysieren und die Auswirkungen von Störgeräuschen zu ermitteln. Ziel war es, leise Geräte zu definieren, damit Anwender entspannt und ergonomisch arbeiten können. Wir stellen Ihnen Auszüge aus dieser Studie vor.
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Vermeiden lassen sich störende Gerätegeräusche leider nicht. Aber sie lassen sich reduzieren: Als Geräuschobergrenze für Labormessgeräte, Oszilloskope und Netzgeräte hat dataTec 32dB(A) festgelegt. Das ist gleich dem Niveau von Flüstern. Auf seiner für leise Messgeräte eingerichteten Internetseite (InfoClick) kennzeichnet dataTec erstmals Geräte, die 32 dB(A) nicht dauerhaft überschreiten, und deren sehr geringe Arbeitsgeräusche besonders angenehm sind.
Da Laborgeräte einen nicht unerheblichen Geräuschpegel emittieren lag die Idee nahe, die Auswirkungen des Lärms genauer zu untersuchen. Um diese Aufgabe zu stemmen, wurden in einer Zusammenarbeit mit dem Fraunhofer-Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation IAO in Stuttgart die Arbeitsbedingungen in Labors analysiert und die Auswirkungen von Gesprächen, Telefonaten und Gerätegeräuschen wissenschaftlich ermittelt.
Ziel der Untersuchung war es, leise Geräte zu definieren, damit der Anwender entspannt und ergonomisch arbeiten und seine Effizienz steigern kann. Kurz: „Das Leise Labor von dataTec“ wurde entwickelt. Im folgenden stellen wir Ihnen einen Auszug der Studie vor, die dataTec dem Fraunhofer IAO in Auftrag gegeben hat.
Lärm ab 40 dB(A) stört bei anspruchsvollen Arbeiten
Als Lärm werden all jene Geräusche bezeichnet, die als belastend oder störend empfunden werden und die das gesundheitliche Befinden beeinträchtigen können. Bei höheren Schallpegeln kann Lärm gar zu bleibenden Hörschäden führen. Wenngleich die meisten Menschen keinem gehörschädigenden Lärm ausgesetzt sind, beeinträchtigt der Stressfaktor Lärm ihre Leistungsfähigkeit.
Tätigkeiten im modernen Messlabor stellen erhöhte Anforderungen an die kontinuierliche Konzentration und Aufmerksamkeit. Fehlhandlungen können hier erhebliche Auswirkungen haben. Dies führt zu einer erhöhten Empfindlichkeit gegen Umgebungsgeräusche. So kann der übliche Arbeitslärm wie beispielsweise Gespräche, Telefonate, Druckergeräusche bereits ab 40 dB(A) anspruchsvolle Aufgaben mit hohen Konzentrationsanforderungen erheblich stören.
Bei der akustischen Gestaltung ist zu berücksichtigen, dass sich der Mensch einem Lärmereignis nicht willkürlich entziehen kann. Lärm wirkt direkt auf das Zentralnervensystem und setzt psychomentale Reaktionen in Gang. Die negativen Schallwirkungen werden fünf Kategorien zugeordnet:
- Beeinträchtigung des Gehörs,
- Unerwünschte Reaktionen des zentralen und vegetativen Nervensystems,
- Behinderung bei der sprachlichen und sonstigen Kommunikation,
- Minderung der Leistungsfähigkeit und Wahrnehmungsfähigkeit,
- Lästigkeit.
Als Folge der technischen Entwicklung der vergangenen Jahre hat sich die Lärmsituation in technischen Labors verändert. Die Schere zwischen den lautesten und leisesten Laborumgebungen hat sich geöffnet: Sie beträgt heute zwischen 70 dB(A) am oberen Ende und 30 dB(A) und weniger am unteren Ende.
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