Kratz und stoßfest Laserschneiden von Saphirglas für Displays
Saphir ist dem chemisch gehärteten Glas überlegen, wenn es um extrem kratz- und stoßfeste und sogar flexible Deckgläser geht. Längst wird es für Uhrengläser oder als Cover- oder Filtergläser für Kameralinsen benutzt, zunehmend auch für Handy-Displays. Wirtschaftlich lassen sich Displays aus dem extrem spröden Material aber erst dank Laserbearbeitung herstellen.
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Manz hat zwei Prozesse entwickelt, die je nach Kundenanforderung unterschiedliche Stärken haben: Das thermische Laserstrahlschneiden mit Kurzpulslasern im Mikrosekundenbereich und das sogenannte Abtragen als kalte Ablation von Saphirsubstrat mit Ultra-Kurzpulslasern, die Pulsdauern von wenigen Pikosekunden haben. Letztere bieten eine höhere Qualität der Schneidkanten, sind aber auch teurer als die für das thermische Laserschneiden von Saphir benötigten Faserlaser mit bis zu 300 Watt mittlerer Leistung.
Das thermische Laserschneiden

Bei der kalten Ablation des Saphirglases mit einem Pikosekundenlaser wird das zu schneidende Material nicht aufgeschmolzen, sondern verdampft – dank einer extrem kurzen Pulsdauer und einer damit verbundenen sehr hohen Pulsspitzenleistung. Dabei ist die Qualität der Schneidkante noch höher als beim thermischen Laserstrahlschneiden, die Rauigkeit der Kante ist geringer.
Neben der höheren Kantengüte bieten Ultra-Kurzpulslaser allerdings weitere Vorteile, die den höheren Preis schnell rechtfertigen: Die erzeugten Schnittkanten können mehr als nur rechtwinklig sein; möglich ist zum Beispiel eine Neigung von bis zu 10 Grad (Tapering) oder auch ein Anfasen der Schnittkante (Chamfering). Beides erhöht die Bruchfestigkeit der fertig geschnittenen Displays.
Multi-Touch-Technologie
Display lässt Struktur des berührten Bildes spüren
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