5G-IoT-Module Kontron heimst Großauftrag mehrerer OEMs für europäische 5G-Module ein

Von Susanne Braun 1 min Lesedauer

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Während es andere Elektronikhersteller aus dem europäischen Raum hinaus zieht, haben sich die Verantwortlichen von Kontron bewusst für die Produktion europäischer 5G-Module entschieden. Diese Strategie wird mit einem Großauftrag mehrerer globaler OEMs für 5G-IoT-Konnektivitätsmodule belohnt.

5G im Straßenverkehr ermöglicht ultraschnelle und zuverlässige Vernetzung von Fahrzeugen, Infrastruktur und Fußgängern.(Bild:  Dall-E / KI-generiert)
5G im Straßenverkehr ermöglicht ultraschnelle und zuverlässige Vernetzung von Fahrzeugen, Infrastruktur und Fußgängern.
(Bild: Dall-E / KI-generiert)

Die Elektronikfertigung in Deutschland und Europa befindet sich in einer strategisch wichtigen, aber herausfordernden Position. Während die Region über eine starke industrielle Basis, hohe Innovationskraft und führende Forschungseinrichtungen verfügt, steht sie im globalen Wettbewerb unter Druck – insbesondere durch die Dominanz asiatischer Hersteller. Wenig verwunderlich ist es da, dass sich die europäischen Unternehmen der Elektro- und Digitalindustrie außerhalb der Grenzen des Heimkontinents nach potenziellen Produktionsstandorten umgesehen haben.

Es gibt allerdings auch Hersteller, die das Prädikat „Made in Europe“ inzwischen für sich und ihre Markenbotschaft nutzen. Dazu gehört der IoT-Spezialist und Elektronikentwickler Kontron, der bereits im vergangenen Jahr den Plan etabliert hat, die Entwicklung und Fertigung von 5G-Modulen komplett in Europa zu stemmen. Das ist löblich, da in geopolitisch unsicheren Zeiten speziell die Resilienz der Mikroelektronik-Lieferkette in Gefahr ist.

Positives Zeichen für Elektronik „Made in EU“

Am 20. Februar 2025 haben die Verantwortlichen von Kontron mitgeteilt, dass das Unternehmen einen Großauftrag mit mehreren globalen Automobilherstellern an Land ziehen konnte. Der Großauftrag mit einem Gesamtvolumen von rund einer Viertelmilliarde US-Dollar soll innerhalb von sieben Jahren erfüllt werden. Die OEMs, die in der Ankündigung des Vertragsabschlusses nicht namentlich genannt werden, werden mit Kontrons 5G-basierten Network Access Devices (NAD) beliefert. Die Produktion soll im Jahr 2026 hochgefahren werden.

„Unsere 5G IoT-Technologie, die ausschließlich in Europa entwickelt und gefertigt wird, ist der Schlüssel für die nächste Generation vernetzter und autonomer Fahrzeuge, da der Automobilsektor zunehmend auf 5G für eine schnellere und sicherere Datenkommunikation setzt“, so Kontrons CEO Hannes Niederhauser. Die Verantwortlichen des Unternehmens sehen bis 2030 ein kumuliertes Volumen von mehr als 10 Milliarden US-Dollar im Bereich der 5G-Automobil-NAD-Module; da verwundert es wenig, wenn man sich ein Stück vom Kuchen sichern will. (sb)

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