Bosch Emission Systems Komplette Systemlösungen zur Abgas-Nachbehandlung für Dieselmotoren von 19 bis 560 kW

Redakteur: Dipl.-Ing. (FH) Thomas Kuther

Die Anfang April 2010 von Bosch, Deutz und Eberspächer gegründete Bosch Emission Systems GmbH & Co. KG nutzt die Kernkompetenzen der drei Gründerfirmen in der Abgasnachbehandlung und bietet komplette Systemlösungen nach dem Baukastenprinzip an.

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„Unsere Technik ist zugeschnitten auf mobile Arbeitsmaschinen, Flurförderfahrzeuge sowie Stationäranlagen“, erklärt Wolfgang Albrecht, Geschäftsführer von Bosch Emission Systems. „Aber auch On-Road-Anwendungen wie Busse und Kommunalfahrzeuge sind weitere Einsatzgebiete.“

In vielen Ländern gelten künftig auch für Non-road-Anwendungen strengere Abgasgrenzwerte: beispielsweise für Motoren mit einer Leistung von 130 bis 560 kW ab 2011 in den USA die US EPA Tier 4 interim und in Europa die EU-Non-road 2004/26/EU Stufe IIIB. Im Vergleich zu den bislang gültigen Grenzwerten muss der Ausstoß an Partikeln um 90% und der von Stickoxiden um 50% sinken. 2014 folgt in den USA die Tier 4 final und in der EU die Stufe 4. Die Nachfrage nach Systemen, die die entsprechenden Emissionslevel erreichen, wird dadurch stark zunehmen. Bosch Emission Systems bietet als Systemanbieter alle Leistungen an, von der Konzeptionierung des Systems bis hin zur vollständigen Applikation – ein großer Vorteil gerade für Hersteller von Kleinserien.

Leistungsfähiges System aus standardisierten Bauteilen

„Aus Standardkomponenten konzipieren wir für jedes Fahrzeug und jede Maschine ein maßgeschneidertes System“, so Albrecht. „Entwicklungszeiten und Werkzeugkosten lassen sich dadurch wesentlich senken.“ Die erforderliche Flexibilität sichert die individuelle Applikation. Die Systeme sind diagnosefähig und als Stand-alone-Lösung konzipiert, was den Applikationsaufwand senkt. Die Baukastenmodule, die mit den entsprechenden Motorenherstellern basiszertifiziert werden müssen, decken Dieselmotoren mit einer Leistung von 19 bis 560 kW ab.

Denoxtronic-System spritzt Reduktionsmittel in den Abgasstrom ein

Der Partikelfilter hält die Rußpartikel nahezu vollständig zurück. Um die Regeneration des Filters jederzeit sicherzustellen zu können, lässt sich das System um einen Brenner mit Luftversorgung ergänzen. Dieser erhöht zusammen mit dem Diesel-Oxidationskatalysator die Abgastemperatur auf das zum Freibrennen erforderliche Niveau. Die Reduzierung der Stickoxide erfolgt über ein Denoxtronic-System, das das Reduktionsmittel AdBlue in den Abgasstrom einspritzt. Dessen Dosierung ist immer genau auf die Betriebswerte von Motor und SCR-Katalysator abgestimmt. Dadurch lassen sich die Stickoxide um bis zu 85% reduzieren und gleichzeitig Kraftstoffverbrauch und damit CO2-Ausstoß um bis zu 5% senken, da durch den Einsatz einer NOx-Nachbehandlung die Verbrennung verbrauchsoptimiert ausgelegt werden kann. Die Regelung des Gesamtsystems erfolgt über ein zentrales Abgassteuergerät. Darüber hinaus liefert Bosch Emission Systems alle erforderlichen Sensoren, den spezifischen Kabelbaum sowie den Harnstofftank.

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