Börsengang Kioxia rechnet mit hoher Bewertung bei Börsengang - und könnte sich damit verschätzen

Von Susanne Braun 2 min Lesedauer

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Im Oktober 2024 beabsichtigt Kioxia Berichten zufolge den wahrscheinlich größten japanischen Börsengang des Jahres vorzunehmen. Man rechne mit Einnahmen von rund 500 Millionen und einem Marktwert von 10 Milliarden US-Dollar – dem aktuellen Wirbel um KI sei Dank. Doch Branchenkenner sehen das Vorhaben kritisch.

Kioxia plant im Oktober 2024 berichten zufolge die Notierung an der Börse in Tokio.(Bild:  frei lizenziert /  Pixabay)
Kioxia plant im Oktober 2024 berichten zufolge die Notierung an der Börse in Tokio.
(Bild: frei lizenziert / Pixabay)

Im Oktober steht Berichten zufolge ein größerer Börsengang in Japan bevor, denn die Verantwortlichen des NAND-Flash-Speicher-Herstellers Kioxia haben einen Antrag auf die Notierung an der Börse in Tokio gestellt. Mit dem angestrebten Börsengang soll Kioxia eine Marktkapitalisierung von über 1,5 Billionen Yen (10,4 Mrd. USD) erreichen und damit den bisher größten Börsengang in diesem Jahr verzeichnen.

Branchenkenner kritisieren allerdings, dass sich Kioxia mit dem Plan verzetteln könnte. Denn natürlich gibt es aktuell einen Boom um Tech-Firmen, die mit künstlicher Intelligenz und dazugehöriger Technik hantieren, wovon man beim Börsengang profitieren möchte. Nur hat sich Kioxia auf NAND-Flash-Speicher konzentriert. Für die KI-Datacenter werden allerdings vornehmlich DRAM-Speicherchips genutzt, wie sie Kioxias Mitbewerber Samsung und SK hynix herstellen. Entsprechend wird der anstehende Schritt von einigen mit Zurückhaltung verfolgt.

Ohnehin war der Börsengang ursprünglich für das Jahr 2020 geplant gewesen; dieses Vorhaben aber wurde aufgrund der Marktunsicherheit, die durch die verstärkten Handelsspannungen zwischen den USA und China verursacht wurde, verschoben. Nun soll es im Oktober 2024 schließlich so weit sein. Interessant könnte der Börsengang dann vorwiegend für die Investoren von Bain Capital sein. Ein Konsortium, das von dem Investmentunternehmen angeführt wird, hält aktuell 56 Prozent der Anteile an Kioxia. Und ein Investor von Bain ist der weltweit zweitgrößte Speicher-Hersteller, SK hynix.

Profiteur SK hynix?

Branchenkreisen zufolge planen sowohl Bain als auch der ursprüngliche Kioxia-Besitzer Toshiba (hält noch 41 Prozent der Anteile an Kioxia), ihre Beteiligungen nach dem Börsengang von Kioxia schrittweise zu reduzieren, wovon wiederum SK hynix profitieren würde. Wirtschaftsanalysten sehen zumindest eine mögliche Erholung der SK-hynix-Investitionen in Kioxia und eine strategische Zusammenarbeit zwischen den beiden Chip-Herstellern.

„SK hynix hält derzeit einen 19-prozentigen Anteil am Bain Capital-Konsortium, das einen Teil von Kioxia besitzt, und hat sich eine Wandelanleihe gesichert, die es ihm ermöglicht, einen zusätzlichen 15-prozentigen Anteil an Kioxia zu erwerben. Damit könnte SK hynix seinen Anteil an Kioxia auf 34 Prozent erhöhen, was einem geschätzten Eigenkapitalwert von 4,7 Billionen Won entspräche“, so Kim Dong-won, Analyst bei KB Securities (via Korea Herald). (sb)

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