Additive Fertigung Keramischer 3D-Druck von Kyocera in Europa

Von Susanne Braun 1 min Lesedauer

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Der Kyocera-Service „Ceramic Additive Manufacturing“ steht ab sofort Kunden in Europa zur Verfügung. Die Herstellung komplexer Geometrien und kundenspezifischer Formen steht ebenso auf dem Menü wie die Erstellung von Prototypen.

Kyocera bietet europäischen Kunden die Produktionstechnologie Ceramic Additive Manufacturing an.(Bild:  Kyocera)
Kyocera bietet europäischen Kunden die Produktionstechnologie Ceramic Additive Manufacturing an.
(Bild: Kyocera)

Hitzebeständigkeit, Härte, Korrosionsbeständigkeit oder elektrische Isolation sind Merkmale, die etwa in der Medizintechnik, in der Luft- und Raumfahrt, aber auch in Maschinen- und Werkzeugbau sowie in der Automobilindustrie von großem Wert sind. In diesen Bereichen erlaubt der keramische 3D-Druck Bauteile mit hoher geometrischer Komplexität, die konventionell kaum realisierbar sind. Besonders interessant ist er dort, wo Miniaturisierung, extreme Belastung oder biokompatible Individualisierung gefordert sind.

Um Lösungen zu bieten, sollten im eigenen Unternehmen keine Ressourcen für den keramischen 3D-Druck vorhanden sein, bietet Kyocera Fineceramics seit April 2025 in Europa den Service „Ceramic Additive Manufacturing“ an, kurz CAM.

Aluminiumoxid und Zirkonoxid

Kyocera nutzt beim Ceramic Additive Manufacturing (CAM) die keramischen Werkstoffe Aluminiumoxid und Zirkonoxid, die sich durch hohe Festigkeit, Bruchzähigkeit und Verschleißbeständigkeit auszeichnen. Der 3D-Druck ermöglicht die Herstellung komplexer Geometrien mit vergleichbaren Materialeigenschaften wie bei konventionellen Verfahren wie Spritzguss oder isostatischem Pressen. Dabei lassen sich innen liegende Kanäle, Hohlräume, geschwungene Formen sowie integrierte Details wie Beschriftungen problemlos realisieren.

Die Bauteile weisen Wandstärken zwischen 0,25 und 10 mm auf, mit Toleranzen unter ±1 % (as-fired), und können bis zu einer Größe von 200 mm × 105 mm × 40 mm gefertigt werden. Der Prozess erlaubt eine schnelle Umsetzung von Prototypen in etwa zwei Wochen und eine zügige Skalierung auf die Serienfertigung mit mehreren Tausend Einheiten pro Tag, und das ohne Spezialwerkzeuge.

Änderungen am Design können direkt über das CAD-Modell erfolgen, auch mehrere Varianten lassen sich parallel fertigen. Ergänzend bietet Kyocera dazu Dienstleistungen wie CAD-Konstruktion, strukturmechanische und strömungstechnische Simulationen (FEA, CFD) sowie mehrachsige Nachbearbeitung an. (sb)

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