Kabel & Leitungen Kabel für effiziente Umformtechnik mit Servopressen
Rund 55 km Kabel sind in einer Servopresse durchschnittlich verlegt, vor allem Steuer- und Leistungskabel. Besonders hoch sind die Anforderungen an die elektrischen Leitungen innerhalb einer Pressenlinie.
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Ob Getränkedosen für die Verpackungsindustrie, Triebwerke für die Luft- und Raumfahrt, Münzprägung oder Karosserien für die Automobilindustrie – wer einmal gesehen hat, wie aus simplen Stahl- oder Aluminium-Blechen hochkomplexe Teile gepresst werden, wird fasziniert sein. Immer öfter kommen bei den „Umform-Operationen“ sogenannte Servopressen zum Einsatz. Weltweit führender Umformtechnikanbieter ist die Göppinger Schuler AG. Für die zuverlässige Verbindung sorgen weitestgehend Steuerleitungen, Leistungskabel, Datenkabel und Bus-Leitungen der Stuttgarter Lapp Gruppe.
Besonders nachgefragt werden bei Schuler Pressenlinien und Pressen mit der ServoDirekt-Technologie (SDT). Von diesen Anlagen hat das Unternehmen weltweit bereits über 200 ausgeliefert. Sie verfügen über einen Direktantrieb durch Servomotoren, erreichen ihr maximales Drehmoment schon bei niedrigen Drehzahlen und treiben den Pressenstößel direkt an. Antriebsriemen, Kupplung oder Schwungrad wie bei den mechanischen Pressen werden nicht mehr benötigt. Zudem sind bei den Servopressen die Stößelbewegungen frei programmierbar.
Das bedeutet: Servopressenlinien zeichnen sich durch maximale Flexibilität, hohe Ausbringungsleistung und kurze Werkzeugwechselzeiten aus. Die Stößelbewegung jeder Presse in der Linie kann für jedes Bauteil individuell an den Umformprozess, das Werkzeug und die Automation angepasst werden.
Die neue Generation des Crossbar Feeders ermöglicht Freiheitsgrade in sieben Achsen und hat eine hohe Ausbringungsleistung. Er ist die Basis für den schnellen und sicheren Teiletransport von Einzel- und Doppelteilen. Pro Pressenlücke ist jeweils nur ein Werkzeug erforderlich. Das Beladen der Presse 1 sowie das Entladen auf das Transportband übernimmt ebenfalls der Crossbar Feeder.
Pressenlinien und Pressen mit ServoDirekt-Technologie gelten als besonders leistungsfähig. Sie werden bevorzugt in der Automobilindustrie verwendet, die wegen des internationalen Wettbewerbsdrucks besonders in der Produktion neben maximaler Ausbringung immer mehr auch auf Energieeffizienz setzt. Das beginnt bereits bei der Ausformung der bis zu 2,5 mm dicken Stahlbleche in die gewünschte Karosserieform.
Mit den Servopressen können im Vergleich zu rein hydraulischen Anlagen mindestens 30% mehr Teile ausgeformt werden. Gleichzeitig werden bei gleicher Ausbringungsmenge bis zu 40% Energie eingespart. Hinzu kommen die hohen Wirkungsgrade der Motoren mit einer Leistung von maximal 750 kW.
In einer Presse befinden sich bis zu vier solcher kräftigen Antriebe, die sich durch ihre hohen Drehmomente auszeichnen, die sie bereits ab der niedrigsten Drehzahl abrufen können. In wesentlich kleinerer Bauart stecken noch deutlich mehr dieser Motoren auch in den Transfersystemen zum Teile-Transport innerhalb der Pressenlinien, den Crossbar Feedern von Schuler.
Dank der dynamischen, direkt steuerbaren Servomotoren kann die Stößelbewegung vor und nach der Umformphase verzögert beziehungsweise beschleunigt werden. Dadurch wird Zykluszeit verkürzt. Durch die Simulation der komplexen zusammenhängenden Bewegungsabläufe am Computer kann die Effizienz der Servopressen hinsichtlich Energieverbrauch und Produktivität noch weiter verbessert werden. Auf diese Weise können zum Beispiel Werkzeuge, mit deren Hilfe eine Presse Bauteilen ihre Form gibt, von Anfang an so konstruiert werden, dass die Möglichkeiten der ServoDirekt-Technologie hinsichtlich Dynamik und Flexibilität voll ausgeschöpft werden.
Besonders hoch sind die Anforderungen an die elektrischen Leitungen innerhalb einer Pressenlinie. „Sie müssen der gesamten Belastung standhalten, um den effizienten Betrieb zu ermöglichen“, so Gert Horn, Leiter Elektrokonstruktion im Technologiefeld Automotive Press Technology bei Schuler. Und Horst Welz, Montagemeister der Elektroabteilung bei Schuler ergänzt: „In Sachen Kabel ist Lapp unser Premiumhersteller und steht für Qualität und guten Service. Um Produktionsausfälle zu vermeiden, wollen wir für unsere Servopressen nur das Beste nehmen.“
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