Geschäftliche Neuausrichtung Jenaer Leiterplatten sucht Neustart in Insolvenzverfahren

Von Susanne Braun 1 min Lesedauer

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Zum Jahresschluss 2025 hat das Unternehmen Jenaer Leiterplatten die Eröffnung eines Insolvenzverfahrens beantragt. Der Leiterplattenspezialist für die Bereiche Sicherheit, Luftfahrt und Verteidigung war aufgrund kurzfristiger Veränderungen in der Finanzierungsstruktur dazu gezwungen.

Die Jenaer Leiterplatten GmbH ist ursprünglich aus dem Kombinat Carl Zeiss hervorgegangen.(Bild:  JLP)
Die Jenaer Leiterplatten GmbH ist ursprünglich aus dem Kombinat Carl Zeiss hervorgegangen.
(Bild: JLP)

Noch kurz bevor die meisten Leute hierzulande den Jahreswechsel gefeiert haben, hat das Unternehmen Jenaer Leiterplatten GmbH nach Angaben des Geschäftsführers Stefan Wiedemann Ende Dezember 2025 die Eröffnung eines Insolvenzverfahrens beim Amtsgericht Gera beantragt.

Grund seien „kurzfristige Veränderungen in der Finanzierungsstruktur“, die nun die Chance auf eine nachhaltige Neuausrichtung ermöglichen. Der Geschäftsbetrieb läuft derweil uneingeschränkt weiter, die Produktion ist voll ausgelastet. Die hohe Nachfrage komme vor allem aus den Bereichen Defense und Luftfahrt. Mit dem Insolvenzgeld sind Löhne und Gehälter der 70 Mitarbeiter sowie drei Auszubildenden für die kommenden drei Monate vollständig gesichert.

Investitionen in die deutsche Leiterplatte

Wiedemann bestätigt den Start eines gezielten Investorenprozesses: „Die Kombination aus unserer technologischen Expertise und dem Zugang zu geschützten Märkten wie der Verteidigungsindustrie macht uns für strategische Partner hochattraktiv. Unser klares Ziel ist der Erhalt des Standorts Jena und der Arbeitsplätze."

Angesichts dessen, dass sich die deutsche Industrie die Förderung und den Ausbau der heimischen Leiterplatte wünscht, könnte sich mit Jenaer Leiterplatten also eine vielversprechende Chance ergeben, Jobs in dem Bereich zu erhalten und die PCB-Resilienz zu stärken. Zum vorläufigen Insolvenzverwalter wurde Rechtsanwalt Thorsten Springstub von der bundesweit tätigen Kanzlei Tiefenbacher bestellt. (sb)

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