Verbindungstechnik

Isolierstoffe prägen Design und Verarbeitung von Leiterplattenklemmen

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Das Steckverbindersystem picoMAX (Bild 1) verwendet ein neuartiges Kontaktsystem, das wiederum eine vorteilhafte Bauform möglich macht. Die Federleiste taucht bei diesem System fast vollständig in die Stiftleiste ein, sodass sie von der Stiftleistenwanne umschlossen und gehalten wird. Da nur wenig Material über den Wannenrand hinaus geht, beweist der Steckverbinder in entsprechenden Tests eine hohe Schock- und Vibrationsfestigkeit: Er hält einer Beschleunigung von bis zu 16 g stand.

Dieses System bietet mit den Serien 2091 und 2092 Feder- und Stiftleisten mit geraden und gewinkelten Lötstiften in den Rastermaßen 3,5; 5 und 7,5 mm. Hier kann die Anschlussart „einspeisend“ oder „abgehend“ durch Auswahl von Feder- oder Stiftleiste unterschieden werden. Der gewählte Werkstoff hat die erforderliche Temperatur- und Formbeständigkeit für diesen Prozess.

Leiteranschluss mit Klemmenleisten

Für den direkten Leiteranschluss entwickelte Wago THR-Klemmenleisten mit Cage-Clamp- oder Cage-Clamp-S-Feder. Die Klemmenleisten in den Rastermaßen 2,5 und 3,5 mm sind mit integrierten Betätigungsdrückern ausgestattet und ermöglichen damit eine einfache und intuitive Bedienung. Bei den Klemmenleisten im 5-mm-Raster wird die Klemmstelle mit Hilfe eines Schraubendrehers geöffnet.

Die Klemmenleisten der Serie 2081 (Bild 2) sind für einen Leiterquerschnitt von 0,2 bis 1,5 mm2 geeignet. Der verwendete Cage-Clamp-S-Anschluss erlaubt ein direktes Stecken von eindrähtigen Leitern und feindrähtigen Leitern mit Aderendhülse.

Mit Hilfe der integrierten Frontdrücker lassen sich alle Leiterarten anschließen und auch mühelos wieder lösen. Die Klemmen sind von 2- bis 12-polig ausgeführt, im Raster 3,5 mm in stehender und liegender Ausführung erhältlich. Sie können ohne Polverlust aneinandergereiht werden. Mit versetzt angeordneten Lötpins haben die Klemmen eine Nennspannung von 320 V (IEC/EN). Durch ihre bündig abschließende Bauform eignet sich diese Serie besonders gut zum Einsatz in Gehäuseausschnitten.

Die zur Hannover Messe in diesem Jahr vorgestellten SMD-Klemmenleisten der Serie 2060 (Bild 3) sind so groß wie ein Fingernagel, jedoch nur 4,5 mm hoch. Trotz der kleinen Bauform haben sie integrierte Betätigungsdrücker, um die Klemmstellen einfach zu öffnen. Ihr Nennquerschnitt reicht für ein- und feindrähtige Leiter von 0,2 bis 0,75 mm² Durchmesser. Die zeitsparende Cage-Clamp-S-Handhabung ermöglicht auch hier das direkte Stecken von eindrähtigen Leitern. Zum Anschluss von feindrähtigen Leitern und zum Lösen der Leiter wird die Klemme mit Hilfe der Betätigungsdrücker geöffnet.

Diese Universalität ermöglicht neben der zeitsparenden Verdrahtung von Modulen in Serienfertigung auch eine komfortable Verdrahtung mit unterschiedlichen Leiterarten innerhalb der Endanwendung. Durch ihre Kompaktheit und ihre besondere Bauform können sie in LED-Applikationen aber auch in anderen industriellen Anwendungen eingesetzt werden.

Neue Isolierstoffe mit Mehrwert

Die neuen Isolierstoffe für elektromechanische Bauelementen erfüllen alle Eigenschaften, die an Leiterplattensteckverbindern und -anschlussklemmen für den SMT-Prozess gestellt werden. Sie vereinfachen den Fertigungsprozess von Leiterplatten, ohne dass der Anwender Einbußen in der Produktqualität oder bei der Bauform hinnehmen muss. Wesentliche Merkmale von THR-Bauteilen sind hochtemperaturbeständige Gehäuse und eine optimierte Bauteilgeometrie einschließlich der Lötstiftlänge sowie eine automatengerechte Verpackung (Pick-and-Place).

Diese Merkmale bieten die Produkte von Wago mit dem Multisteckersystem (MCS) und picoMAX sowie verschiedene Klemmenleisten. Eine Besonderheit ist die SMD-Klemmenleiste 2060, die vorrangig für die Verwendung in LED-Modulen entwickelt wurde. //

* * Jörn Picker ist Produktmanager Interconnection bei Wago Kontakttechnik GmbH & Co. KG in Minden.

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