Entwickler-Tools für Roboter-KI Intels Robotics AI Suite soll KI-gestützte Robotik vereinfachen

Von Manuel Christa 2 min Lesedauer

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Intel bündelt mit der neuen Robotics AI Suite seine Werkzeuge für KI-basierende Robotikentwicklung. Damit will das Unternehmen den Einstieg in die physische KI vereinfachen und die Entwicklung von Edge-Systemen für intelligente Roboter beschleunigen.

Intels Robotics AI Suite: Die Entwickler-Tools sollen Anwendungen mit KI und Edge-Computing einfacher machen.(Bild:  Stable Diffusion / KI-generiert)
Intels Robotics AI Suite: Die Entwickler-Tools sollen Anwendungen mit KI und Edge-Computing einfacher machen.
(Bild: Stable Diffusion / KI-generiert)

Roboter werden zunehmend zu autonomen, lernfähigen Systemen. Statt nur einzelne, repetitive Aufgaben auszuführen, erfassen sie ihre Umgebung, reagieren auf Veränderungen und arbeiten mit Menschen oder anderen Maschinen zusammen. Diese neue Generation sogenannter Physical-AI-Systeme gilt als entscheidender Schritt hin zu anpassungsfähiger Automatisierung. Doch die Komplexität steigt: Interoperabilität, Sicherheit und Qualifikationslücken erschweren die Einführung. Hier möchte Intel ansetzen.

Einheitliche Plattform für Edge-Robotik

Die Robotics AI Suite vereint Referenzanwendungen, validierte Hardwarekonfigurationen, Beschleunigerbibliotheken und Benchmarking-Tools in einem Paket. Ziel ist es, Entwicklungszyklen zu verkürzen und den Aufwand für Evaluierung und Integration zu senken. Die Grundlage bildet Intels Edge-Softwareplattform, die KI-Modelle, Datenströme und Steuerung in einer gemeinsamen Architektur zusammenführt.

Anwender sollen mit der Suite typische Aufgaben wie Objekterkennung, Bewegungsplanung oder Nachahmungslernen direkt umsetzen können. Zusätzlich lassen sich Sensordaten und Kamerafeeds in Echtzeit auswerten, um Robotern eine Art räumliche Intelligenz zu geben. Das Toolkit unterstützt außerdem Vision-Language-Modelle, die Videoinhalte und Textinformationen gemeinsam interpretieren könne, etwa um Anweisungen kontextabhängig zu verarbeiten.

Prozessor und Software aus einer Hand

Herzstück der Plattform sind Intels Core-Ultra-Prozessoren, die sowohl Echtzeitsteuerung als auch KI-gestützte Wahrnehmung ermöglichen. Intel-CPUs sind nicht unüblich bei Industrie-PCs, die auch Industrieroboter befeuern. Matthew Formica, Senior Director für Edge Product Marketing bei Intel, erklärt: „Die neuesten Prozessoren von Intel können sowohl die Echtzeitsteuerung als auch die Wahrnehmung und KI-Verarbeitung übernehmen – alles in einem Bauteil. Das reduziert Komplexität und Kosten und beschleunigt die Markteinführung neuer Roboter erheblich.“

Darüber hinaus integriert Intel Funktionen wie Time Coordinated Computing (TCC), um Echtzeit-Workloads Vorrang bei Cache-, Speicher- und Netzwerkzugriffen zu geben. So sollen sich Robotiksysteme auch in verteilten Edge-Umgebungen stabil betreiben lassen.

Partnerökosystem und Open-Source-Ansatz

Die Robotics AI Suite ist eng mit einem offenen Partnerökosystem verbunden. Hersteller wie Techman Robot, Fourier und RealSense beteiligen sich mit eigenen Beiträgen. So ergänzen Techmans KI-gestützte Cobot-Systeme die Suite um praxisnahe Funktionen für Fabrikanwendungen, während Fourier seine Expertise in verkörperter KI einbringt. RealSense liefert die Unterstützung für Tiefenkameras der Serien D435, D457 und D555.

Intel pflegt die Suite mit vierteljährlichen Updates auf GitHub und will Entwicklern damit eine berechenbare, langfristige Roadmap bieten. Der modulare Aufbau soll zudem verhindern, dass Anwender in proprietäre Strukturen geraten. Unternehmen können ihre Workloads validieren, bevor sie in Hardware investieren, und bestehende Module auf neue Robotertypen übertragen, ohne die Architektur neu aufsetzen zu müssen. (mc)

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