Smarte Arbeitssicherheit Intels Edge-KI erkennt fehlende Warnwesten in Echtzeit

Von Manuel Christa 2 min Lesedauer

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In hektischen Produktionsumgebungen kommt es vor, dass Vorschriften nicht konsequent eingehalten werden – beispielsweise das Tragen von Warnwesten. Eine neue KI-Lösung von Intel und seinen Partnern zeigt, wie CPU-basierende Edge-KI dazu beitragen kann, Sicherheitsstandards in Echtzeit zu überwachen.

Intels Stand auf dem MWC 2025.(Bild:  Manuel Christa)
Intels Stand auf dem MWC 2025.
(Bild: Manuel Christa)

Intel demonstrierte auf seinem Stand im MWC 2025 in Barcelona, dass KI-Modelle effizient auf der Edge-CPU laufen können – ohne dedizierten Grafikprozessor. Eine der gezeigten Anwendungen zur Arbeitssicherheit analysiert in Echtzeit, ob Mitarbeitende auf einer Fabriketage die vorgeschriebene Sicherheitskleidung tragen. Das System erkennt beispielsweise fehlende Warnwesten und sendet automatisch eine Benachrichtigung an die zuständigen Sicherheitsverantwortlichen oder ruft gleich übers private 5G-Netz den Delinquenten an und weist ihn zurecht.

Intels CPU-basierende KI erkennt Mitarbeitende ohne Warnweste.(Bild:  Manuel Christa)
Intels CPU-basierende KI erkennt Mitarbeitende ohne Warnweste.
(Bild: Manuel Christa)

KI ohne GPU: Edge-Computing macht Sicherheitskontrolle effizienter

Die KI-Bildverarbeitung basiert auf Intels OpenVINO-Toolkit, das KI-Modelle speziell für die Befehlssätze von Intel-Prozessoren optimiert. Die aktuelle sechste Generation der Xeon-Prozessoren enthält erweiterte Instruktionen für Vektormultiplikationen (AMX, AVX), wodurch KI-Workloads besonders effizient verarbeitet werden. Der Vorteil: Unternehmen können ihre bestehende Hardware nutzen, anstatt in teure GPU-basierte Lösungen zu investieren.

Intel Xeon 6 CPU(Bild:  Manuel Christa)
Intel Xeon 6 CPU
(Bild: Manuel Christa)

Lokaler Chatbot: Breiter Anwendungsbereich für Edge-KI

Neben der Arbeitssicherheit zeigte Intel weitere Anwendungsszenarien für Edge-KI. So demonstrierte das Unternehmen eine verschlankte Version des generativen KI-Modells Llama 3, das mit nur drei Milliarden Parametern direkt auf einer CPU läuft. Dank der KI-Beschleuniger ist Xeon 6 natürlich deutlich schneller als der Vorgänger. Dieses Modell kann beispielsweise als virtueller Verkaufsassistent im Einzelhandel eingesetzt werden, um Kundenfragen in Echtzeit zu beantworten. Solche Lösungen sind aber genauso für die Industrie denkbar: So setzt beispielsweise Siemens mit dem Industrial Copilot auf eine vergleichbare KI-gestützte Assistenzlösung, die Mitarbeitende in der Produktion unterstützt, indem sie relevante Informationen bereitstellt und Arbeitsabläufe optimiert.

Ein weiteres Highlight war die Präsentation einer auf 3 Milliarden Parameter verschlankten Version des Gen AI-Modells Lama 3. Es läuft effizient dank KI-Befehlssätze des Xeon 6 ganz ohne GPU.(Bild:  Manuel Christa)
Ein weiteres Highlight war die Präsentation einer auf 3 Milliarden Parameter verschlankten Version des Gen AI-Modells Lama 3. Es läuft effizient dank KI-Befehlssätze des Xeon 6 ganz ohne GPU.
(Bild: Manuel Christa)

Auf der Messe nannte Intel uns zahlreiche weitere Anwendungsmöglichkeiten: Etwa im Gesundheitswesen können KI-gestützte Analyseverfahren in Zukunft Radiologen unterstützen, indem sie erste Hinweise zu Auffälligkeiten in Röntgen- oder CT-Bildern geben. Diese Edge-Lösungen reduzieren Latenzzeiten, sparen Bandbreite und bieten mehr Datenschutz, da sensible Daten nicht in die Cloud übertragen werden müssen.

Intels CPU-basierende KI erkennt Mitarbeitende ohne Warnweste.(Bild:  Manuel Christa)
Intels CPU-basierende KI erkennt Mitarbeitende ohne Warnweste.
(Bild: Manuel Christa)

Sensible Daten in KI-Anwendungen auf Edge-Prozessoren

Intels Demonstration zeigt, dass leistungsfähige KI-Anwendungen nicht zwangsläufig auf spezialisierte Hardware angewiesen sind. Besonders in der Industrie können Edge-Lösungen einen direkten Mehrwert bieten. Die Möglichkeit, KI nativ auf CPUs auszuführen, könnte die Implementierung dieser Technologien in Unternehmen erheblich vereinfachen und beschleunigen. Ob im Einzelhandel, im Gesundheitswesen oder in der industriellen Produktion – Edge-KI, die effizient auf der CPU läuft, dürfte in Zukunft eine Alternative zu den leistungshungrigen GPU-basierenden KI-Anwendungen werden.  (mc)

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