Signal an den Chip-Markt Intel statt TSMC: MediaTek lässt Chips von IFS fertigen

Von Maria Beyer-Fistrich

Anbieter zum Thema

Intel und MediaTek haben ihre strategische Partnerschaft angekündigt. Demnach wird Intel in Zukunft Chips für das taiwanesische Unternehmen herstellen, die vornehmlich in Smart-Edge-Geräten zum Einsatz kommen sollen.

Die strategische Partnerschaft mit Intel soll MediaTek dabei helfen, robustere Lieferketten aufzubauen.
Die strategische Partnerschaft mit Intel soll MediaTek dabei helfen, robustere Lieferketten aufzubauen.
(Bild: MediaTek)

Mehr als zwei Milliarden Geräte kommen jedes Jahr mit Chips von MediaTek auf den Markt. Die Zusammenarbeit soll MediaTek helfen, robuste und diversifizierte Lieferketten aufzubauen. Bisher ließ MediaTek Chips bei TSMC fertigen. Die Auslastung bei der größten Foundry der Welt war in den vergangenen Jahren jedoch stets am Limit.

Ausschlag für die Zusammenarbeit dürfte für MediaTek deswegen wohl auch die Investitionen von Intel in neue Fabriken sein, wie etwa in Magdeburg oder Ohio, die die Produktionskapazität erhöhen. Insgesamt könnte die Partnerschaft zwischen Intel und MediaTek möglicherweise für eine Entspannung auf dem Chip-Markt sorgen, da die Verteilung von Großaufträgen auf neue Fertigungsanlagen Engpässe verhindern kann.

MediaTek ist ein wichtiger Großkunde für Intel Foundry Services

„Als einer der weltweit führenden fabless Chipdesigner, der mehr als zwei Milliarden Geräte pro Jahr herstellt, ist MediaTek ein hervorragender Partner für IFS, der uns in die nächste Wachstumsphase führt“, sagte IFS-Präsident Randhir Thakur. „Wir verfügen über die richtige Kombination aus fortschrittlicher Prozesstechnologie und geografisch breit gefächerten Kapazitäten, um MediaTek dabei zu unterstützen, die nächste Milliarde vernetzter Geräte für eine Vielzahl von Anwendungen zu liefern.“

Den Foundry Service von Intel gibt es seit 2021. Laut Angaben von Intel profitieren Kunden von modernsten Prozess- und Gehäusetechnologien, die auch MediaTek zugutekommen werden. Bisher produzierte MediaTek eher im unteren Preisspektrum für den Mobile-Markt.

Welche konkreten Prozesse MediaTek dabei helfen könnten, auch in anderen Segmenten Fuß zu fassen, verrät die Intel Pressemitteilung nicht. Laut einem Bericht von Tom‘s Hardware soll MediaTek zunächst auf Intel 16 zugreifen können. Dahinter verbirgt sich eine überarbeitete 22-nm-FinFET-Fertigung – ein Prozess, der auch in Intels neuem Werk in Magdeburg angeboten werden soll und für die Fremdvergabe ausgelegt ist.

(ID:48492384)

Jetzt Newsletter abonnieren

Verpassen Sie nicht unsere besten Inhalte

Mit Klick auf „Newsletter abonnieren“ erkläre ich mich mit der Verarbeitung und Nutzung meiner Daten gemäß Einwilligungserklärung (bitte aufklappen für Details) einverstanden und akzeptiere die Nutzungsbedingungen. Weitere Informationen finde ich in unserer Datenschutzerklärung.

Aufklappen für Details zu Ihrer Einwilligung