RAFI-Gruppe Insolventen Kunststoff-Spritzgussspezialisten Dekorsy in Radolfzell übernommen

Redakteur: Claudia Mallok

Die RAFI-Unternehmensgruppe hat die Dekorsy GmbH i.I. übernommen. Aufgrund der schlechten Auftragslage in der Autoindustrie hatte Dekorsy im Dezember 2008 Insolvenz angemeldet. Das Unternehmen fertigt aufwändige Kunststoff-Spritzgussteile und wird als künftig als RAFI Dekotec firmieren.

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„Das Dekorsy-Produktionsspektrum bedeutet eine optimale Abrundung unserer Wertschöpfungsketten. Davon werden beide Seiten, sowohl die RAFI-Gruppe als auch die neue RAFI Dekotec GmbH profitieren“, so Albert Wasmeier, geschäftsführender Gesellschafter bei RAFI.

Das Dekorsy-Produktportfolio besteht hauptsächlich aus aufwändigen Kunststoff-Spritzgussteilen für die Automobilindustrie. Dazu gehören Blenden für Radio- und Navigationsge-räte, Lenkrad-Bedienelemente und Schalterleisten sowie Abdeckungen und Luftströmdüsen für PKW. Weitere Zielgruppen sind verschiedene Industriezweige und der Bereich „Weiße Ware“.

Firmengebäude der Dekorsy GmbH i.I. in Radolfzell jetzt RAFI Dekotec (Archiv: Vogel Business Media)

RAFI wird das Unternehmen an den bisherigen Standorten in Radolfzell und Villingen-Schwenningen unter der neuen Firmierung „RAFI Dekotec GmbH“ weiterführen. 113 Mitarbeiter werden übernommen, für die anderen 37 Mitarbeiter wurde eine Abfindungsregelung gefunden.

Die RAFI GmbH & Co. KG mit Hauptsitz in Berg/Kreis Ravensburg ist eine international tätige Unternehmensruppe mit aktuell ca. 1.800 Mitarbeitern (davon 1.225 in Deutschland). RAFI entwickelt, produziert und vertreibt elektromechanische und elektronische Produkte für die Mensch-Maschine-Kommunikation und ist in diesem Marktsegment einer der führenden Hersteller. Mit dem Kauf der Dekorsy GmbH i.I. erweitert RAFI sein Produkt- und Produktionsspektrum im Bereich Automotive-Anwendungen und Oberflächentechnik/Lackierung.

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