Forschung Infineon finanziert Lehrstuhl für Leistungselektronik an der TU München
Mit der Technischen Universität München (TUM) hat die Infineon Technologies AG einen Vertrag über die Stiftung eines Lehrstuhls für leistungselektronische Systeme abgeschlossen.
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Leistungshalbleiter erhöhen die Energieeffizienz in unterschiedlichen Anwendungen wie Stromversorgungen, Elektromotoren, Wind- und Solaranlagen, Haushaltsgeräten, Flachbildfernsehern, Spielekonsolen und LED-Leuchten. Mit diesen Energiesparchips könnten bis zu 30% des weltweiten Stromverbrauchs eingespart werden. Leistungselektronik ist quer durch alle Branchen eine Schlüsseltechnologie und für die Zukunft unverzichtbar.
Infineon finanziert den Lehrstuhl für „Leistungselektronische Systeme“ zunächst über fünf Jahre mit 4 Mio. €. Der Lehrstuhl wird die Forschung aus den Bereichen Energietechnik sowie Mikroelektronik und Halbleitertechnik zusammenführen. Schwerpunkt ist die Förderung von Innovationen in der Leistungselektronik. Sie ist die Schlüsseltechnologie für Themen wie Energieeffizienz und Elektromobilität.
„Infineon möchte mit dem Lehrstuhl Forschung und Lehre auf dem Gebiet Leistungselektronischer Systeme nachhaltig fördern. Ohne intelligente Leistungshalbleiter kann die Energiewende nicht gelingen“, konstatiert Dr. Reinhard Ploss, Vorstand für Operations, Forschung und Entwicklung sowie Arbeitsdirektor der Infineon Technologies AG, „die TU München als Exzellenzuniversität gewährleistet höchste Qualität in Forschung und Lehre. Die starke internationale Ausrichtung passt hervorragend zu Infineon.“
Die Exzellenzinitiative des Bundes und der Länder
Die Exzellenzinitiative zielt darauf ab, gleichermaßen Spitzenforschung und die Anhebung der Qualität des Hochschul- und Wissenschaftsstandortes Deutschland in der Breite zu fördern und damit den Wissenschaftsstandort Deutschland nachhaltig zu stärken, seine internationale Wettbewerbsfähigkeit zu verbessern und Spitzen im Universitäts- und Wissenschaftsbereich sichtbar zu machen.
Nach Beschluss der Exzellenzinitiative von Bund und Ländern im Jahr 2005 führt die DFG (Deutsche Forschungsgemeinschaft) die Initiative gemeinsam mit dem Wissenschaftsrat durch. Der DFG erhielt hierzu von 2006 bis 2011 insgesamt 1,9 Mrd. € zusätzliche Mittel für drei Förderlinien: Graduiertenschulen zur Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses, Exzellenzcluster zur Förderung der Spitzenforschung, Zukunftskonzepte zum projektbezogenen Ausbau der universitären Spitzenforschung.
Die DFG führt die Initiative gemeinsam mit dem Wissenschaftsrat durch, der insbesondere die dritte Förderlinie (Zukunftskonzepte) betreut. Nach den Förderentscheidungen im Oktober 2006 und Oktober 2007 werden 39 Graduiertenschulen, 37 Exzellenzcluster und neun Zukunftskonzepte gefördert. Der Förderzeitraum beträgt jeweils fünf Jahre.
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