Fertigungsplanung

Industrie 4.0: Materialwirtschaft im Gleichgewicht

Seite: 3/3

Anbieter zum Thema

In einem ersten Schritt wurden erstmals alle kritischen Aufträge systematisch untersucht und die verursachenden kritischen Bauteile konnten identifiziert werden. Dies ermöglichte schnell eine realistische und zugleich effiziente Neuterminierung aller vorhandenen Aufträge. Ein ruhigerer Durchlauf der Fertigungsaufträge und eine höhere Planungszuverlässigkeit bei den Terminzusagen waren die unmittelbaren Effekte.

Doch die Wirkung der MiG-Einführung ging darüber weit hinaus. Der micronex-Geschäftsführer Torsten Bethke resümiert nach knapp einem Jahr Erfahrung mit MiG: „Unsere gesamte Terminkette hat sich verbessert. Terminzusagen sind nicht nur sicherer geworden.

Die Durchlaufzeiten einzelner Aufträge sind zudem durch eine stärker strukturierte und systematische Fertigungsplanung absolut gesunken. Das erlaubt die Verminderung der Kapitalbindung ohne das Risiko, Termine nicht einhalten zu können. Durch den gezielten Materialzulauf kann die Fertigungssteuerung optimal die Produktionsressourcen nutzen und einsetzen.“

Industrie 4.0: Herausforderung und Ansporn

Durch das Aufkommen von Industrie 4.0 und die damit verbundenen Anforderungen müssen Unternehmen reagieren. Dazu nochmals Perzeptron-Geschäftsführer Andreas Koch: „In Gesprächen mit Geschäftsführern und Produktionsleitern wird immer wieder deutlich, wie strategisch wichtig Industrie 4.0 für die Elektronikindustrie ist. Dabei ist das Thema nicht gänzlich neu. Wir beraten Kunden seit Jahren mit dem Ziel, ihr Informationsmanagement leistungsfähiger zu gestalten. Der aktuelle Trend sorgt aber dafür, dass die Thematik auf der Agenda weiter nach oben rückt.“

* Andreas Koch ist Geschäftsführer des Software- und Beratungshauses Perzeptron aus Eltville am Rhein.

(ID:43119838)