Folientastaturen

Hohe Qualität in rauer Umgebung

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Die übliche Technik mit Schnappscheiben scheidet komplett aus. Auch für Außenanwendungen, bei denen vandalismussichere Geräte gefordert sind, sind die mit Messern verletzbaren Folientastaturen als Eingabegeräte untauglich. Ein weiterer wichtiger Faktor ist die benötigte Stückzahl. Durch das Druckverfahren haben Folien zwar einen relativ geringen Werkzeugkostenpreis, die Einzelpreise der Folien sind aber bei einer nicht vollautomatischen Herstellung der einzelnen Layer auch bei mittleren Stückzahlen nicht so günstig wie zum Beispiel bei Silikontastaturen. Daher scheiden Folientastaturen bei mittleren Stückzahlen meist aus, außer spezielle Eigenschaften werden unbedingt benötigt.

Aufbau und Technik der Tastaturen

Der Aufbau der Folien unterscheidet sich nach zwei grundsätzlichen Arten: Tastaturen mit oder ohne taktile Rückmeldung. Das heißt, entweder spürt der Anwender die Betätigung oder praktisch nicht.

Der im Anschluss beschriebene Aufbau einer Folientastatur aus mehreren Layern bildet die Tasten einer Folientastatur. Diese Tasten werden an einen Tastaturcontroller angeschlossen, der die jeweils gedrückte Taste als geschlossenen elektrischen Schalter erkennt und das eigentliche Datenzeichen über die passende Schnittstelle (USB, PS/2 usw.) an das zu steuernde Rechnersystem ausgibt.

Bild 1: Folienmatrizen ohne taktile Rückmeldung sind einfacher aufgebaut und billiger in der Herstellung (Archiv: Vogel Business Media)

Folienmatrizen ohne taktile Rückmeldung sind einfacher aufgebaut und somit billiger in der Herstellung. Sie sind leicht zu betätigen, haben aber den Nachteil, dass der Anwender keinen Tastengegendruck spürt (Bild 1). Die oberste Folie ist immer die rückseitig bedruckte Frontfolie. Sie hat die Aufgabe die Tastatur und deren Layout optisch darzustellen und lässt sich farblich beliebig gestalten. Auch Ausschnitte für ein Display oder in die Tastatur eingebettete LEDs können durch entsprechende Fenster sichtbar werden. Darunter kommt eine Klebefolie. Diese ist mit der oberen Kontaktfolie, auf der die eine Hälfte der Leiterbahnen der Kontaktmatrix aufgedruckt ist, verklebt.

Die nächste Schicht ist die beidseitig klebende so genannte Spacerfolie. Diese gewährleistet den Abstand zwischen der oberen und unteren Schaltung. Sie ist an den Stellen ausgeschnitten, an denen die Tasten liegen, um dort den elektrischen Kontakt der beiden Kontaktmatrizen bei Betätigung der Taste zu ermöglichen. Danach kommt die Folie mit der unteren Kontaktmatrix und ganz unten folgt eine weitere Klebefolie, mit der sich die Tastatur auf einem Gerät montieren lässt.

Drückt man nun auf die Taste, so schließt sich der Kreis zwischen dem oberen und unteren Tastenkontakt. Diese Tastenkontakte sind auf eine Anschlussfahne mehrpolig herausgeführt, wobei der Controller durch ein Scanverfahren ermittelt, welche Taste gedrückt wurde.

Bei Tastaturen mit einer hohen Tastendichte ist es oft nicht möglich alle Anschlussleitungen auf einem Schaltungslayer unterzubringen. Deshalb werden die Leitungen meistens auf zwei Kontaktlayer verteilt.

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