Infrastrukturoffensive Höchste Zeit für ein Update der Infrastruktur

Ein Kommentar von Martin Steger 2 min Lesedauer

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Deutschlands Infrastruktur steht an einem Wendepunkt: Veraltete Strukturen, digitale Defizite und unzureichender Schutz beeinträchtigen das Rückgrat der drittgrößten Wirtschaftsnation und gefährden die Zukunftsfähigkeit. Diese Herausforderungen erfordern ein umfassendes „Update“ der Infrastruktur, in das sowohl Politik als auch Wirtschaft investieren müssen.

"Deutschlands marode Infrastruktur schreit nach einem dringend nötigen Update", so Martin Steger, Geschäftsführer von iesy.(Bild:  Dall-E / KI-generiert)
"Deutschlands marode Infrastruktur schreit nach einem dringend nötigen Update", so Martin Steger, Geschäftsführer von iesy.
(Bild: Dall-E / KI-generiert)

Um Deutschlands Infrastruktur ist es nicht gut bestellt. Sie ist an vielen Stellen marode, nicht digital genug und zu wenig geschützt. Laut einer Ipsos-Studie ist fast ein Drittel der Deutschen mit der Infrastruktur in Deutschland unzufrieden. 60 Prozent der Befragten finden, dass Deutschland mehr tun müsste, um seine Infrastruktur zu verbessern. Besonders schlecht schneidet die digitale Infrastruktur ab. Im internationalen Vergleich liegt Deutschland hier weit hinten. Für die drittgrößte Wirtschaftsnation der Welt ist das alarmierend.

Dabei kann der Wert der Infrastruktur nicht hoch genug eingeschätzt werden; sie bildet das Rückgrat unserer Gesellschaft und ist unerlässlich für den privaten und beruflichen Alltag. Ganz besonders gilt dies vor dem Hintergrund der aktuellen Polykrisen. In all diesen Bereichen gibt es Engpässe oder Ineffizienzen, die zu suboptimalen Abläufen führen und Verbesserungspotenziale ungenutzt lassen. Verspätungen, hohe Kosten, Ressourcenverschwendung oder tatsächliche Schäden und Sicherheitslücken sind das Ergebnis.

Was muss also geschehen?

Martin Steger, CEO iesy GmbH(Bild:  iesy)
Martin Steger, CEO iesy GmbH
(Bild: iesy)

Die Infrastruktur braucht ein „Update“ – mit dem Ziel, die Effizienz, Zuverlässigkeit und Nachhaltigkeit der Infrastruktursysteme zu verbessern. Die digitale Infrastruktur spielt dabei eine entscheidende Rolle. Dazu gehören Rechenzentren, Glasfasernetze, Mobilfunkmasten und andere Einrichtungen. Die Bundesregierung hat sich im Koalitionsvertrag zwar eine Digitaloffensive vorgenommen. Bisher kommt der Ausbau der digitalen Infrastruktur aber zu langsam voran. Ein Grund dafür sind auch fehlende Investitionen der Wirtschaft. Im Vergleich zu anderen Ländern wie zum Beispiel den USA sind die Unternehmen hierzulande immer noch zurückhaltend. Ein wichtiger Schritt wäre, aus den zahlreichen infrastrukturellen Pilotprojekten flächendeckende Großprojekte zu machen, die politisch und wirtschaftlich gewollt sind. Bei der geplanten Digitaloffensive ist der Einsatz von Embedded Systemen ein wichtiger Baustein. Diese komplexen Rechnerlösungen sind in einer Vielzahl von Geräten und Anwendungen zu finden und tragen zur Automatisierung, Steuerung und Überwachung von Infrastruktursystemen bei. Die Bedeutung von Embedded Systemen steigt durch die zunehmende digitale Vernetzung stark an. Neben dem Verkehr kommen die Systeme in kritischen Bereichen wie der Energieversorgung oder der Verteidigung vor.

Für das Update der Infrastruktur sind Embedded Systeme eine Schlüsselkomponente. Ein weiterer Aspekt ist die Frage, wer diese Schlüsselkomponenten, die für die Digitalisierung der Infrastruktur notwendig sind, entwickelt und liefert. Gerade bei der kritischen Infrastruktur ist diese Frage aktueller denn je. Wenn Lösungen „Made in Germany“ oder aus der EU favorisiert werden, müssen die dazugehörigen Unternehmen und Ökosysteme die Möglichkeit haben, ihre Anwendungen in große Projekte einzubringen und im großen Maßstab implementieren zu können. Politik und Unternehmen, kleine wie große, sollten das Update der Infrastruktur daher gemeinsam angehen.

Es ist von entscheidender Bedeutung, dass die öffentliche Hand und die Privatwirtschaft zusammenarbeiten, um die heutigen Herausforderungen zu meistern. Nur durch eine enge Kooperation und abgestimmte Strategien können wir sicherstellen, dass unsere Infrastruktur zukunftssicher und widerstandsfähig ist. Dies erfordert eine umfassende Planung und Investition in verschiedene Bereiche, darunter Verkehr, Energie, digitale Netze und öffentliche Einrichtungen. Die beste Zeit dafür ist jetzt!  (mbf)

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