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Hochwertiges MMI im Zeitalter von Tablets und Smartphones

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Technische Gläser

Seit PCT-Sensoren Marktreife erlangt haben, erfahren die sogenannten „Technischen Gläser“ einen Boom. Eine kleinere Anzahl von Firmen setzt auf PMMA anstelle von Glas. Hierfür gibt es sicherlich triftige Gründe, wie z.B. Gewicht und Brucheigenschaften. Allerdings entscheidet sich die Mehrheit der Kunden für Glas, weil es für Industrieapplikationen wichtige Eigenschaften mitbringt.

Glas gilt als kratzfester und resistenter gegen Chemikalien. Auch die Haptik ist nicht zu unterschätzen. Machen Sie bei sich im Unternehmen einen einfachen Test. Legen Sie PMMA und Glas nebeneinander. Nun sollen Probanden die üblichen Touch-Wischgesten ausführen. Anschließend stellen Sie die Frage nach der subjektiv empfundenen Wertigkeit. Vor allem in der Kombination mit einer Touch-Bedienung ist die Haptik der Glasfront nicht zu unterschätzen.

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Entspiegelung – aber welche?

Den zuvor erwähnten Test sollten Sie auch mit unterschiedlichen Gläsern durchführen. Wir empfehlen unseren Kunden die sogenannte Anti-Glare Oberfläche. Hierbei wird das Glas geätzt, wodurch mikrofeine Krater entstehen. Die Reibungsfläche wird minimiert, was sich durch das flüssige Gleiten des Fingers bemerkbar macht. Auch Verschmutzungen wie z.B. Schweiß haften nicht mehr so gut. Dies sorgt für ein sauberes Erscheinungsbild – das „Gesicht“ der Applikation.

Wie oft nimmt man sein Smartphone und reibt es über den Ärmel oder die Hose, um es von unansehnlichen Fingerabdrücken zu befreien? Dies ist für eine professionelle Applikation sicherlich keine Option. Anti-Glare bietet aber noch einen weiteren Vorteil. Die durch die Ätzung entstandenen Krater verursachen eine Streuung des eintreffenden Lichts. Dadurch werden Reflektionen nicht als klar und konturenreich wahrgenommen, sondern diffus.

Diese Art der Entspiegelung kann besonders für Bereiche mit künstlicher Beleuchtung interessant sein. Die normalerweise störenden Reflektionen von Deckenbeleuchtungen, Wänden und dem eigenen Spiegelbild lenken somit nicht mehr vom Displayinhalt ab. Ob der Einsatz unter Sonneneinstrahlung möglich ist, muss getestet werden. Da Anti-Glare das Licht streut, kann das Sonnenlicht den Displayinhalt u.U. überstrahlen.

Aber auch bei AG gibt es Unterschiede. Eine gute Ätzung zeichnet sich dadurch aus, dass die „Kraterlandschaft“ gleichmäßig und mit möglichst vielen „Tälern“ auf engem Raum entsteht (min. 4 auf 100µm). Geschieht dies nicht, so entstehen durch die Grundfarben der darunterliegenden Display-Pixel unangenehme Lichtreflexe. Diese sind als „Sparkling-Effekt“ bekannt. Je stärker der „Sparkling-Effekt“, desto unangenehmer gestaltet sich das Ablesen des Displays. Eventuell ist aber eine interferenzoptische Entspiegelung (AR) oder die Kombination aus AG und AR die richtige Wahl für Ihre Applikation. All diese Möglichkeiten muss der Lieferant erklären können, damit der Entwickler die richtige Entscheidung treffen kann.

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