Mobile Prüfkammer Hazard Level 6: Lithium-Ionen-Akkus im Container testen

Von Dipl.-Ing. (FH) Hendrik Härter 1 min Lesedauer

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Speziell für den Test von Lithium-Ionen-Akkus in einem geschützten Container bietet Weiss Technik eine mobile Prüfkammer. Die Plug&Test Labs lassen sich schnell aufstellen.

Mobile Prüfkammer: Für den Test von Lithium-Ionen-Akkus sind die Plug&Test Labs in Standardcontainer mit einer Länge von zwölf Metern integriert. Sie bieten eine Laborfläche von etwa 30 m².  (Bild:  Weiss Technik)
Mobile Prüfkammer: Für den Test von Lithium-Ionen-Akkus sind die Plug&Test Labs in Standardcontainer mit einer Länge von zwölf Metern integriert. Sie bieten eine Laborfläche von etwa 30 m².
(Bild: Weiss Technik)

Typische Anwendungen für die Plug&Test Labs von Weiss Technik sind der Aufbau neuer Teststandorte, die schnelle Erweiterung bestehender Prüfkapazitäten sowie der kurzfristige Ersatz für ausgefallene Anlagen. Technisch herausfordernd für Prüfanlagen von Lithium-Ionen-Akkus ist der Brand- und Explosionsschutz.

Defekte oder überlastete Hochvoltbatterien können Feuer fangen. Die mobilen Prüfkammern sind daher mit Sicherheitssystemen gemäß Hazard Level 6 (Batteriebruch, herumfliegende Teile) ausgerüstet.

Klimatechnisch voll ausgestattet

Hersteller und Zulieferer der E-Mobility-Branche gewinnen mit diesen Anlagen eine komplett neuartige Flexibilität. Die verwendeten Standardcontainer messen eine Länge von zwölf Metern und werden per Sattelschlepper angeliefert. Sie bieten eine Laborfläche von etwa 30 m².

Klimatechnisch voll ausgestattet, realisiert die Prüfkammer Temperaturen von -40 bis 80 °C und eine Temperaturwechselrate von 3 K/min. Es lassen sich Luftfeuchtigkeiten von 10 bis 95 Prozent relativer Feuchtigkeit simulieren. Die Anwendungsmöglichkeiten reichen von kurzen End-of-Line-Prüfungen über Prototypen-Tests bis zu Langzeiterprobungen. Die Anlagen ermöglichen alle normgerechten Temperatur- und Klimatests an Fahrzeugbatterien.

Feuer frühzeitig erkennen

Die Detektion von Feuer erfolgt frühzeitig durch Kameras, Gassensoren und Temperaturfühler. Ein Brand aktiviert automatisch die Löschanla-ge. Für deren technische Lösung stehen je nach Kundenspezifikation verschiedene Techniken zur Auswahl: Stickstoffinertisierung, Sprühdü-sen mit Wasser, die Flutung der Prüfkammer oder ein Löschsystem mit Hochdruck-Wassernebel, der sich sekundenschnell in der Prüfkammer ausbreitet und eine starke Kühlwirkung entfaltet.

Die Container selbst sind druckverstärkt. Entlastungsklappen sowie eine Berstscheibe leiten kontrolliert Gase aus, falls es zu einem Überdruck kommt. Alle Kabel- und Schlauchdurchführungen sind durch gesicherte Silikonstopfen und Blenden geschützt. Ein geschlossener Siphon verhindert, dass bei hohem Druck Gase in die Kanalisation entweichen.

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