Backplane-Steckverbinder Gründe für eine differenzielle Impedanz von 85 Ohm
Um den steigenden Anforderungen der nächsten Generation von Servern, Speichersystemen und Netzwerkausrüstungen gerecht zu werden, müssen Backplane und Steckverbindersysteme den Intel-Standard Quick Path Interconnect (QPI), PCI Express Generation 2.0 und 3.0 sowie andere spezielle Systemkonzepte unterstützen, bei denen eine differenzielle Impedanz von 85 Ω gefordert ist. Warum aber hat sich die Branche für 85 Ohm entschieden?
Anbieter zum Thema
Die Gründe, aus denen namhafte Chiphersteller für die neue Generation von Steckverbindersystemen einen Differenzialwiderstand von 85 Ω empfehlen, werden in der Branche vielfach diskutiert. Dies bezieht sich auch auf das Backplane-Steckverbindersystem Impact von Molex, das jetzt auch mit einer Impedanz von 85 Ω zur Verfügung steht. Viele Experten fragen sich, warum der üblicherweise verwendete differenzielle Widerstand von 100 Ω in Frage gestellt wird.
Lagen, Leiterbahndichte, Verluste und Störabstand
Bei der Beantwortung dieser Frage spielen viele Aspekte eine Rolle: eine höhere Anzahl von Lagen bei einer gegebenen Leiterplattendicke daraus folgend die Reduktion der Lagendicke, eine höhere Leiterbahndichte durch den Umstieg von 100 auf 85 Ω oder das Senken von Leitungsverlusten durch Verwenden breiterer Leiterbahnen bei niedrigerer Impedanz.
Im Allgemeinen bietet eine differenzielle Impedanz von 85 Ω auch ein optimales Gleichgewicht zwischen L-Störabstand und H-Störabstand und erreicht damit in einem gegebenen Szenario ein Maximum der verfügbaren Augenöffnung.
Einfluss des PCI-Express-Standards
Als seinerzeit der PCI-Express-Standard entwickelt wurde, kam die Arbeitsgruppe bei ihren Beratungen zu der Erkenntnis, dass die Leiterplattenstruktur (bzw. der Schichtaufbau) für Server-, Workstation- oder Mobilplattformen möglicherweise eine höhere Zahl von Lagen erfordern würde als vorhandene oder künftige Desktop-Plattformen. Damals betrug die Gesamtdicke der Leiterplatten bei Servern und Workstations üblicherweise 1,6 mm (wie bei Desktop-Plattformen). Es zeichnete sich ab, dass in manchen Fällen die Gesamtdicke sogar auf 2,3 mm steigen würde, während auf dem Gebiet der mobilen Rechner (Notebooks) dünnere Leiterplatten bis 1,3 mm benötigt würden.
Artikelfiles und Artikellinks
(ID:310842)