ARC-Architektur Globalfoundries übernimmt Prozessor-IP-Geschäft von Synopsys

Von Sebastian Gerstl 1 min Lesedauer

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Globalfoundries plant, das Geschäft mit Prozessor-IP-Lösungen von Synopsys zu übernehmen und es in seinen Prozessorentwickler MIPS zu integrieren. Ziel sei, eine breitere „physische KI”-Plattform aufzubauen, die Prozessor-IP, Software-Tools und Foundry-Know-how vereint.

Globalfoundries hat die Prozessor-IP-Sparte samt der Nutzungsrechte für die ARC-Prozessorarchitektur abgekauft. Während Globalfoundries sich mit diesem Schritt noch stärker als ein Anbieter eigener Prozessorlösungen positionieren möchte, sieht Synopsys den Verkauf als Portfoliobereinigung im Zuge der Umstrukturierungsmaßnahmen nach der Ansys-Übernahme.(Bild:  Globalfoundries / Synopsys)
Globalfoundries hat die Prozessor-IP-Sparte samt der Nutzungsrechte für die ARC-Prozessorarchitektur abgekauft. Während Globalfoundries sich mit diesem Schritt noch stärker als ein Anbieter eigener Prozessorlösungen positionieren möchte, sieht Synopsys den Verkauf als Portfoliobereinigung im Zuge der Umstrukturierungsmaßnahmen nach der Ansys-Übernahme.
(Bild: Globalfoundries / Synopsys)

Globalfoundries hat eine verbindliche Vereinbarung zur Übernahme des Prozessor-IP-Solutions-Geschäfts von Synopsys unterzeichnet. Die Transaktion umfasst die ARC-Prozessorfamilien sowie zugehörige Software- und Entwicklungstools und soll in der zweiten Jahreshälfte 2026 abgeschlossen werden.

Zum Paket gehören unter anderem ARC-V (RISC-V), ARC-Classic-CPU-IP, VPX-DSP- und NPX-NPU-Linien sowie Werkzeuge wie ASIP Designer, ASIP Programmer und die ARC-MetaWare-Toolkits. Die übernommenen Teams und Technologien werden in MIPS integriert, das Globalfoundries bereits 2025 übernommen hatte.

Mit dem Schritt rückt Globalfoundries weiter in Richtung System- und IP-Anbieter. Ziel ist es, Prozessor-IP, Software und Fertigungs-Know-how enger zu verzahnen und Kunden einen durchgängigen Einstieg von der Architektur bis zur Produktion zu bieten, insbesondere für energieeffiziente Embedded- und Edge-Systeme.

Neuausrichtung bei beiden Unternehmen

Für Synopsys ist der Verkauf Teil einer strategischen Fokussierung. Das Unternehmen will sich künftig auf Interface- und Foundation-IP wie Bibliotheken, Speicher, Schnittstellen, Security-IP und Subsysteme konzentrieren. Das Prozessor-IP-Geschäft stuft Synopsys als nicht wesentlich für das Gesamtunternehmen ein; finanzielle Details der Transaktion wurden nicht veröffentlicht.

Hintergrund ist auch eine laufende Neuausrichtung nach der Ansys-Übernahme. Synopsys hatte zuletzt ein Restrukturierungsprogramm angekündigt, das den Abbau von rund zehn Prozent der Belegschaft vorsieht, um Investitionen auf priorisierte Wachstumsfelder zu lenken.

Globalfoundries wiederum nutzt MIPS als Plattform für einen breiteren Prozessorfahrplan. Mit der Bündelung von MIPS- und ARC-Technologien entsteht ein kombiniertes Portfolio aus RISC-V-Kernen, etablierten Embedded-Architekturen und zugehörigen Toolchains, das sich gezielt an Anwendungen wie Wearables, industrielle Systeme und KI-nahe Edge-Compute richtet. Beide Unternehmen betonen, dass bestehende Processor-IP-Kunden während des Übergangs weiter unterstützt werden sollen. (sg)

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