Online-Rechner Gesamtkostenvergleich von Benzin-, Diesel und Elektro-Fahrzeugen

Sebastian Gerstl

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Wie hoch sind die Gesamtkosten eines gewerblichen Elektrofahrzeuges im Vergleich zu einem Diesel oder Benziner, und wie könnten sie sich entwickeln? Wie hoch sind die CO2-Emissionen in der jeweiligen Klasse? Das Öko-Institut hat im Auftrag des VDE Verband der Elektrotechnik einen Onlinerechner veröffentlicht, um diese Fragen anschaulich zu beantworten.

Elektrofahrzeug an einer Ladestation: Das Öko-Institut hat im Auftrag des VDE einen neuen Online-Rechner veröffentlicht. In diesem können die Gesamtkosten eines genutzten Elektro-, Diesel-, Benzin- oder Hybridautos visualisiert und verglichen und nach Kostenbestandteilen aufgeschlüsselt werden.(Bild:  Nissan)
Elektrofahrzeug an einer Ladestation: Das Öko-Institut hat im Auftrag des VDE einen neuen Online-Rechner veröffentlicht. In diesem können die Gesamtkosten eines genutzten Elektro-, Diesel-, Benzin- oder Hybridautos visualisiert und verglichen und nach Kostenbestandteilen aufgeschlüsselt werden.
(Bild: Nissan)

Das Online-Tool analysiert transparent Kosten für gewerblich genutzte Elektrofahrzeuge und Plug-In-Hybridfahrzeuge und bietet den direkten Vergleich mit konventionellen Fahrzeugen. In die Berechnung fließen sowohl die Anschaffungskosten, als auch Ladeinfrastruktur, Kraftstoffe und Strom, Werkstattbesuche, Steuer und Versicherung, Abschreibung für Abnutzung sowie Fahrzeugrestwert ein. Die aktuelle Kaufprämie der Bundesregierung für Elektrofahrzeuge ist ebenfalls in den Kostenrechner integriert.

Beispielrechnung: Vergleich eines Mittelklasse-Dieselfahrzeugs mit einem Elektroauto derselben Kategorie.(Bild:  Screenshot / http://oekoinstitut.github.io/kostenrechner/)
Beispielrechnung: Vergleich eines Mittelklasse-Dieselfahrzeugs mit einem Elektroauto derselben Kategorie.
(Bild: Screenshot / http://oekoinstitut.github.io/kostenrechner/)

„Ob Industrie, Handwerk oder Dienstleistung – die Frage nach den Anschaffungs- und Halterkosten für Elektroautos spielt in allen Bereichen eine wesentliche Rolle. Gleichzeitig ist der Informationsbedarf weiterhin hoch“, erklärt Dr. Moritz Vogel vom VDE den Ausgangspunkt für die Arbeiten zum Online-Tool.

„Der Kostenrechner kann eine erste Entscheidungshilfe sein. So kann sich zum Beispiel ein Pflegedienstleister ausrechnen, ob sich für die Anschaffung eines kleinen Fahrzeugs mit einer Jahresfahrleistung im Unternehmen von 20.000 km eher ein Benziner, ein Plug-In-Hybrid oder ein Elektrofahrzeug lohnt und welche Kostenbestandteile wie hoch zu Buche schlagen. Durch die graphische Darstellung der Kosten kann er einfach abschätzen, ab welcher Jahresfahrleistung oder Haltedauer sich die Anschaffung rechnet“, sagt Moritz Mottschall, Projektleiter und Senior Researcher mit Schwerpunkt Energieeffizienz und alternative Antriebskonzepte am Öko-Institut.

Schon heute werden 84 Prozent der Elektroautos gewerblich zugelassen. Im Vergleich zum privaten Einsatz bieten Elektrofahrzeuge in Unternehmensflotten Vorteile. In einem variablen Fuhrpark können Elektroautos wirtschaftlicher betrieben werden. Der Aufbau und die hohe Auslastung von Ladestationen sind auf dem eigenen Betriebsgelände eher zu realisieren. Die eingeschränkte Reichweite von Elektroautos stellt ein geringeres Problem dar, wenn der Fahrer bei Bedarf auf andere Firmenfahrzeuge ausweichen kann.

Neben den Kosten können auch die Umweltauswirkungen für einen Kauf entscheidend sein. „Elektromobilität ist kein Selbstzweck, sondern verfolgt auch das Ziel, Treibhausgasemissionen zu verringern“, so Moritz Mottschall. “Der Onlinerechner bietet daher auch die Möglichkeit, die Treibhausgasemissionen der Fahrzeuge verständlich nachzuvollziehen.“ Technisch umgesetzt wurde der Rechner von der Datenvisualisierungsagentur Journalism++.

Der Vergleichsrechner für gewerblich genutzte Elektrofahrzeuge ist unter http://oekoinstitut.github.io/kostenrechner/ kostenlos aufrufbar.

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