Kommentare und Frage der Woche

Geplante Obsoleszenz – das denken unsere Leser

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Nicht registrierter User: Ich halte geplante Obsoleszenz für Nötigung und gehört als solche juristisch verfolgt und bestraft! Ein Hersteller hat nicht darüber zu entscheiden, wie lange oder wie oft ein Gerät betrieben werden darf. Der Kunde bezahlt ja auch nicht mit Geld, welches nach einer vorgeplanten Zeit seine Gültigkeit verliert. Der Hersteller hat schlicht eine angemessene Qualität für den Kaufpreis zu liefern. Es gibt keinen Grund anzunehmen, dass eine ausreichende Qualität mit Erreichen des ablaufenden Gewährleistungsanspruchs erfüllt ist. Oder anders ausgedrückt, Garantie oder Gewährleistung kennzeichnen nicht die voraussichtliche Lebensdauer eines Produktes. Letztendlich geht geplante Obsoleszenz auf Kosten der Allgemeinheit, da die Hersteller für die Entsorgung der von ihnen produzierten Produkte nicht aufkommen.

User barheine: "Andererseits werden die Geräte auch immer komplexer und haben immer mehr lebenswichtige Teile verbaut. Eine Waschmaschine von 1990 ist ja nicht mehr mit einem Modell von heute zu vergleichen. Eine Reparatur lohnt angesichts der hohen Lohnkosten und der relativ niedrigen Preise für ein neues Gerät auch nur noch selten. Das ist vermutlich der Preis des Fortschritts."

Nicht registrierter User: "Die notorischen grünen Angsteinpeitscher haben wohl kein Wahlthema mehr, so dass sie diese Masche wählen. Alle Verbraucher sollen verunsichert werden."

User JoergSeid: Ich muss unseren Grünen recht geben. Es ist unter uns Insidern hinlänglich bekannt, dass über die Auslegung bestimmter Bauteile die voraussichtliche Lebensdauer relativ präzise eingestellt werden kann.

Ich habe neulich einen defekten LCD-Monitor gehabt, er flackerte immer häufiger, bis er seinen Dienst völlig quittierte. Daraufhin habe ich mir einen neuen (gebrauchten) Monitor beschafft, der ebenfalls ein ähnliches Phänomen zeigte. Kurzes Googeln im Internet brachte an den Tag, dass ich mit meinem Problem nicht alleine dastand - der Verdacht fiel schnell auf die Elektrolytkondensatoren im Schaltnetzteil der Geräte.

Das Know-How für ein zerstörungsfreies Öffnen der Geräte war schnell gefunden, die betreffenden Bauteile rasch lokalisiert, bestellt und eingebaut. Und siehe da - jetzt habe ich wieder zwei funktionierende Monitore.

Branchenkollektive Einstellung der Lebensdauer durch zu schwach dimensionierte Elektrolytkondensatoren zwecks Umsatzgenerierung? Ach quatsch, ein Schelm, der Böses dabei denkt!

User Schoenegg: Verklebte Gehäuse und verlötete Akkus, sind geplanter Müll, ganz egal, ob da ein angebissener Apfel drauf steht, oder ein renomiertes Unternehmen der Medizintechnik. Die Empfehlung in der Bedienungsanleitung, den eingebauten Akku durch Zerstörung des Gerätes mit einem Hammer zwecks Entsorgung zu entfernen zeugt doch von der Denkweise der zuständigen Damager. Nichts für Ungut, aber diese Studie war überfällig.

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