EMS-Tag 2025 Zufriedenheit der OEMs: Was EMS-Dienstleister jetzt wissen sollten

Von Susanne Braun 3 min Lesedauer

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Qualität, Kosten, Flexibilität und Innovationskraft sind nur einige der Bereiche, in denen EMS-Dienstleister überzeugen müssen, um einen OEM für sich zu gewinnen. Wie zufrieden OEMs mit EMS sind, erläutern Michael Künsebeck und Matthias Holsten im Rahmen ihres Vortrags beim 23. Würzburger EMS-Tag.

EMS sind weit mehr als reine Baugruppenlieferanten und können wertvolle Partner in schwierigen Zeiten darstellen.(Bild:  Dall-E / KI-generiert)
EMS sind weit mehr als reine Baugruppenlieferanten und können wertvolle Partner in schwierigen Zeiten darstellen.
(Bild: Dall-E / KI-generiert)

Lange Zeit behielten OEMs (Original Equipment Manufacturer) ihre Produktion lieber im Haus – aus Gründen der Geheimhaltung oder weil sie die Kontrolle über ihre Produkte nicht aus der Hand geben wollten. Heute sind es ganz andere Herausforderungen wie Miniaturisierung, Time-to-Market und steigende Komplexität, die eine enge Partnerschaft mit EMS-Dienstleistern notwendig machen.

Ein guter EMS bringt nicht nur Fertigungskapazitäten, sondern oftmals Know-how in Sachen DfM (Design for Manufacturing), Zugang zu diversen Technologien, technische Kompetenzen und Zertifizierungen sowie Flexibilität und Transparenz mit an den Tisch. Doch … ist das genug oder wünschen sich die OEMs noch mehr? Mit der Analyse dieser Frage beschäftigen sich im Rahmen ihres Vortrags zum EMS-Tag im Oktober 2025 die beiden Branchenexperten Michael Künsebeck und Matthias Holsten.

Was OEMs vom EMS-Anbieter erwarten

Basierend auf einer OEM-Umfrage beleuchten Michael Künsebeck von künsebeck e2 consulting und Matthias Holsten von matthias holsten e2 consulting GmbH zentrale Faktoren wie Qualität, Kosten, Flexibilität und Innovationskraft. Sie zeigen dabei auf, worauf es aus Sicht der OEMs in der Zusammenarbeit wirklich ankommt. Ergänzt wird der Vortrag durch konkrete Erfahrungen aus der Praxis, die typische Stolperfallen und Erfolgsmodelle zwischen OEMs und EMS-Dienstleistern beleuchten.

Ziel ist ein differenzierter Blick auf die Anforderungen der OEMs mit einem Vortrag für alle EMS-Verantwortlichen, die ihre Kunden wirklich verstehen und ihre Zusammenarbeit auf das nächste Level bringen wollen.

Klare Kommunikation & kluge Köpfe: Der EMS-Tag

Möchten Sie wissen, wie OEMs wirklich ticken? Dann besuchen Sie den Vortrag von Michael Künsebeck und Matthias Holsten beim 23. Würzburger EMS-Tag! Vorab haben wir mit Herrn Künsebeck über erste Ergebnisse gesprochen. Mehr erfahren Sie dann am 22. Oktober 2025 im Vogel Convention Center!

Herr Künsebeck, was sind aus Sicht der OEMs die wichtigsten Kriterien bei der Auswahl eines EMS-Partners?

Das ist nicht pauschal zu beantworten, da jeder OEM andere Anforderungen an den EMS-Partner hat. Natürlich sind Anforderungen wie Preis, Qualität, regionale Nähe und technisches Know-how alles wichtige Faktoren, aber es muss auch menschlich passen. Oft weiß auch der OEM nicht, dass er eigentlich nicht weiß, was er genau von einem EMS-Partner alles benötigt.

Wo liegen laut Umfrage nach aktuellem Stand die größten Zufriedenheitsdefizite?

Nach derzeitigem Stand sind die OEMs zufrieden mit ihren EMS-Partnern, doch in den Bereichen Zuverlässigkeit, Termintreue, Flexibilität, Kommunikation und Transparenz gibt es Verbesserungspotenziale. Das Thema Termintreue fällt uns auch in der Beratung immer wieder auf. Die Sichtweisen der OEM und der EMS decken sich hier oft nicht.

Michael Künsebeck ist Branchenkenner und berät EMS-Unternehmen mit künsebeck e² consulting.(Bild:  künsebeck e² consulting)
Michael Künsebeck ist Branchenkenner und berät EMS-Unternehmen mit künsebeck e² consulting.
(Bild: künsebeck e² consulting)

Was ist eine Ihrer Empfehlungen an EMS-Dienstleister, die ihre Zusammenarbeit mit OEMs auf ein neues Niveau heben wollen?

Das ist eine schwierige Frage. Bei den bisherigen Teilnehmern gibt es dazu Hinweise im Freitext. So wünschen sich die OEMs einen besseren Austausch und eine engere Bindung zu den EMS-Partnern inkl. Digitalisierung und IT-Lösungen. Gewünscht wird sich von den EMS-Partnern hier auch mehr proaktives Verhalten inkl. besserer Mitarbeiterschulung. Dies ist auch unsere Erfahrung aus der Praxis, dass entschieden zu viele EMS-Dienstleister zu wenig in die Kundenbindung investieren und hier die Chancen verpassen und Risiken erhöhen. Gleichzeitig erleben wir bei den OEMs immer mehr, dass Fachwissen immer weniger vorhanden ist (technisches Verständnis im Einkauf fehlt immer öfter – Schnittstelle zum EMS). Der EMS muss sich als kompletter Dienstleister verstehen – nicht nur als Baugruppenlieferant. Wer in Kundenbindung, Kommunikation und technische Begleitung investiert, sichert sich langfristige Partnerschaften auf Augenhöhe. (sb)

Event-Tipp

Das Managementtreffen für die EMS-Branche

Der EMS-Tag gilt als eines der wichtigsten Managementtreffen der Branche, bei dem aktuelle Veränderungen, erfolgversprechende Strategien, generelle Managementfragen und wichtige technologische Entwicklungen in der Elektronikwelt analysiert und diskutiert werden. Das Programm bietet praxisorientierte Vorträge und interessante Einblicke in den EMS-Markt.

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