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Bei der 2-Jumper-Methode, die eine Verbindung ausschließt, enthält die endgültige Messung nur eine Endverbindung. Das Resultat ist, dass die 2-Jumper-Referenz nur eine teilweise Darstellung der Gesamtdämpfung ist. Und da alle Verbindungen eine wichtige Rolle in der Gesamt-Dämpfung haben, wird die 2-Jumper-Referenzmethode nicht empfohlen – von allen Methoden hat sie die höchste Unsicherheit. Die 3-Jumper Referenzmethode schließt zwei Steckverbinder aus und damit auch die Dämpfung beider Endverbindungen.
Die Vorteile der 1-Jumper-Referenzmethode
Die 1-Jumper-Referenzmethode zieht als einzige Methode die Dämpfung der Verbindungen an beiden Enden ein. Sie stellt die niedrigste Unsicherheit aller Messmethoden bereit. Nachdem die Referenz mit einem Messadapter gesetzt wurde, muss der zweite Messadapter gemessen werden, ob dieser die geforderte Dämpfung einhält. Richtwerte für die Dämpfung sind maximal 0,1 dB für Multimode und 0,2 dB für Singlemode.
Der erste Messadapter darf nicht mehr abgesteckt werden, wenn die Referenz gesetzt wurde. Ansonsten muss die Referenz erneut gesetzt werden. Die 1-Jumper-Referenz setzt voraus, dass der Steckverbinder auf dem Leistungsmessgerät mit dem zu testenden Kabel kompatibel ist, das von Testgeräten mit austauschbaren Adaptern unterstützt wird. Die 2-Jumper-Methode eignet sich dann, wenn ein Stecker an beiden Enden des Kabels oder ein Stecker an einem Ende und ein Adapter am anderen Ende des Kabels sind. Die 3-Jumper-Referenzmethode eignet sich dann, wenn bessere Methoden nicht praktisch erscheinen.
Mit der 3-Jumper-Methode lassen sich MPO-Verbindungen prüfen. Dabei verfügt das Messgerät über eine LC-Buchse mit einem MPO zu LC-Fanout-Kabel. Optische Dämpfungs-Messgeräte, wie der MultiFibe Pro von Fluke Networks, verfügen über eine MPO-Messbuchse und MPO-Referenz-Messadaptern sowie einem 3-Jumper-Referenzkabel, um zusätzliche Dämpfungen auszugleichen. Ein Fanout-Kabel ist dann für die Messung nicht mehr nötig.
Lichtwellenleiter
Multimode-Fasern und wie sie getestet werden können
* Christian Schillab ist European Produkt Manager InfrastructureSuperVision bei Fluke Networks Europe.
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