Industriekommunikation 2012 Fünf Fragen an Klaus Elter
Der schwedische Spezialist für industrielle Datenkommunikation Westermo Data Communications fertigt seit 1975 anspruchsvolle Lösungen für robuste Anwendungen in der Verkehrs-, Wasser- und Energieindustrie. Klaus Elter verantwortet als neuer Geschäftsführer von Westermo Data Communications GmbH die operative und strategische Leitung der Regionen Deutschland, Österreich und Schweiz. Was erwartet er für das Jahr 2012?
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In seiner neuen Position verantwortet der 50-jährige Diplom-Ingenieur seit kurzem sämtliche Vertriebs-, Marketing- und Kommunikationsmaßnahmen, um die Marktanteile von Westermo in der DACH-Region weiter auszubauen und zusätzliche Zielgruppensegmente zu erschließen. Vor allem die Bereiche „erneuerbare Energien“ und „Transport“ stehen primär im Fokus seiner Arbeit. Elter berichtet direkt an Alan Bollard, Vice President Sales EMEA.
Der Vertriebsprofi bringt viele Jahre Erfahrung im Embedded- und IT-Sektor mit. Zuletzt war er als Sales Director bei Kroll Ontrack tätig und zeichnete dort überregional für den Vertrieb der Datenrettung verantwortlich. Bevor Elter zu Kroll wechselte, bekleidete er bei Altium die Position des Sales Managers im Bereich Electronic Design Automation.
Als Senior Account Manager bei der Wind River GmbH trug er über fünf Jahre erfolgreich zur Etablierung von Echtzeitbetriebssystemen für Embedded Systems in Deutschland und der Schweiz bei. Zuvor war er als Gruppenleiter Produktmarketing Optoelektronik (Displays) bei der Rutronik GmbH tätig und konnte intensive Herstellerkontakte nach Südost-Asien knüpfen. Seine Karriere begann Klaus Elter 1989 als Vertriebsingenieur bei DANTEC Medizinelektronik GmbH.
Bei steigender Komplexität müssen Sicherheit und Verfügbarkeit der Kommunikationstechnik auch unter schweren Bedingungen gewährleistet sein. Wie lässt sich das erreichen?
„Das geht nur durch konsequenten Ausbau der Kommunikationsnetze, möglichst bei gleichzeitiger Vereinheitlichung der angewandten Technologien. Die Industrie müsste besser harmonisieren und weitestgehend auf unterschiedliche Protokolle und Schnittstellen verzichten. Wichtig ist aber auch die Zuarbeit auf ein einheitliches Kommunikationssystem hin, das Ethernet/TCP/IP als Basis nutzt.“
Was sind wichtige Veränderungen in der industriellen Kommunikation?
„Die Nachfrage nach robusten und verlässlichen Geräten steigt rasant. Großes Interesse besteht vor allem an geeigneten Modems, Routern und Switches zur Anlagenvernetzung im Energie-, Wasser- und Transportbereich, im Maschinenbau sowie in der Gebäudeautomation. Wichtig ist dabei die Robustheit und die Langlebigkeit und nicht zuletzt ein großer Funktionsumfang, den komplexe Applikationen benötigen. Zum Beispiel müssen Verkehrsleitsysteme rund um die Uhr, sieben Tage in der Woche eine garantierte Verfügbarkeit aufweisen, und das über viele Jahre hinweg. Hinzu kommen mit der Konvergenz zur industriellen Internetnutzung auch die Sicherheitsaspekte in der Datenkommunikation und natürlich die in der Industrie erwartete robuste Bauform.“
Welche Veränderungen in der industrielle Kommunikation erwarten Sie für 2012?
„Anwendungen der mobilen drahtlosen Kommunikation nehmen weiter zu. Hierfür notwendige Kommunikationsnetze werden allgemein robuster und mit Netzredundanzen erweitert. Selbstverständlich steigt dabei die Anforderung an die Datensicherheit. Themen wie Firewall und Viren rücken in den Vordergrund. Gleichzeitig werden die entsprechenden Produkte im Markt zunehmend sicherer. Hierbei legt beispielsweise Westermo weiterhin großen Wert auf die gleichzeitig einfache Anwendbarkeit von Produkten und Lösungen – aber auch auf exzellentem Service und Support, wofür wir ja bereits bekannt sind.“
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