Zentrum für elektrische Energiespeicher Fraunhofer ISE eröffnet neues Batterieforschungszentrum

Von Manuel Christa 1 min Lesedauer

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Das Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme ISE weiht sein neues „Zentrum für elektrische Energiespeicher“ im Industriegebiet Haid in Freiburg ein. Auf über 3.700 Quadratmetern Laborfläche wird hier an innovativen Batteriematerialien und -zellen geforscht.

Fraunhofer ISE eröffnet neues Batterieforschungszentrum in Freiburg.(Bild:  Fraunhofer ISE / Foto: Michael Spiegelhalter)
Fraunhofer ISE eröffnet neues Batterieforschungszentrum in Freiburg.
(Bild: Fraunhofer ISE / Foto: Michael Spiegelhalter)

Das sogenannte "Zentrum für elektrische Energiespeicher" bietet Entwicklungs- und Prüfdienstleistungen aus einer Hand für ein breites Kundenspektrum, das von Material- und Batterieherstellern über Maschinenbauer bis hin zu Integratoren und Betreibern reicht. Dort geht es um praxisnahe Entwicklung neuer Materialien, Technologien und Produktionsprozesse, die gemeinsam mit Industriekunden oder in Kooperation mit der Fraunhofer-Forschungsfertigung Batteriezelle realisiert werden.

Finanziert wurde das Zentrum durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) und das baden-württembergische Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus, die jeweils neun Millionen Euro beigetragen haben. „Wir sind dankbar für diese Förderung, mit der wir eine Forschungsinfrastruktur mit hochmodernen Charakterisierungsinstrumenten, industrienahen Prozessgeräten und einzigartigen Räumlichkeiten aufbauen konnten“, erklärte Institutsleiter Prof. Hans-Martin Henning.

Ein Highlight des neuen Zentrums ist das „Living-Lab“-Gebäude, das selbst der Forschung dient. Im Projekt „Haid-Power“, gefördert vom Land Baden-Württemberg, wurde ein modularer Hybrid-Batteriespeicher mit 836 kWh Kapazität installiert, der gemeinsam mit einer 850 Kilowatt-Photovoltaikanlage die Energieversorgung des Gebäudes unterstützt. Unter realen Betriebsbedingungen können so batteriegestützte Lösungen für den gewerblichen und industriellen Einsatz sowie neue Betriebsstrategien getestet werden.

Im Fokus der Forschung stehen Nachhaltigkeit, Sicherheit und Performance von Batteriespeichern. Projekte wie „PRONTO“, wo es um eine Natrium-Ionen-Batterietechnologie geht, die auf kritische Rohstoffe verzichtet, und „ecoLEPuS“, das Second Life Batterien für Hochleistungsanwendungen erprobt, sind nur einige Beispiele für die Arbeiten am Fraunhofer ISE. „In unserem neuen Zentrum können wir Charakterisierungen auf allen Ebenen durchführen und so Mängel und Sicherheitsrisiken frühzeitig identifizieren“, betonte Abteilungsleiter Dr. Daniel Biro.

Mit der Eröffnung des neuen Zentrums will das Fraunhofer ISE einen wichtigen Meilenstein in der Batterieforschung setzen und zur Energiewende sowie zur Entwicklung nachhaltiger Energiespeicherlösungen beitragen. (mc)

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