Flexible Baugruppenreinigung im Zeitalter Industrie 4.0

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Vollste Zufriedenheit dank Reinigung 4.0

Der optimierte Reinigungsprozess mit dem weltweit ersten Modul zur Bevorratung, Aufbereitung und Konzentrationsregelung von mehreren Reinigungsanlagen läuft seit über einem Jahr zur vollsten Zufriedenheit. Der gesamte Prozess konnte deutlich vereinfacht und verkürzt werden.

Die Traceability-Anforderungen werden durch die kontinuierliche Aufzeichnung von Konzentration und Temperatur durch das Konzentrationsmesssystem erfüllt. Die Messhäufigkeit ist frei wählbar (ab einer Messung pro Sekunde). Durch eine Anbindung an das Firmennetzwerk können diese Daten dort abgelegt und zum Beispiel für ISO-Audits oder Kundennachweise genutzt werden.

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Die Reinigungsergebnisse werden weiterhin regelmäßig mit dem Contaminometer sowie mit einem Harz- und Flussmitteltest überprüft. Durch die Automatisierung konnten die Prozessverantwortlichen auch zeitlich entlastet werden. Vor der Umstellung beanspruchte die zweimal täglich durchgeführte manuelle Konzentrationsermittlung und Dokumentation jeweils 15 Minuten. Hinzu kam der Aufwand für das manuelle Nachdosieren.

Vor der Umstellung ist die Konzentration im Tagesverlauf meist um 2 bis 3 % durch Verschleppung gesunken, sodass in der Spätschicht nachdosiert werden musste. Diese Arbeit erledigt das Modul jetzt vollautomatisch, sodass sich die definierte Konzentration zu jederzeit im Reinigungsbad befindet und keine Arbeit mehr von der Frühschicht in die Spätschicht übergeben werden muss. Auch die Arbeitssicherheit für den Anwender ist erhöht worden, da weniger Kontakt mit dem Reinigungsmittel notwendig ist als vorher.

Das Ziel, die Reinigungszeit von insgesamt 95 auf 75 Minuten zu reduzieren, wurde ebenfalls durch das neue Heizsystem erreicht. Hierdurch kann ein Waschgang mehr pro Tag durchgeführt und so die Reinigungskapazität noch weiter flexibilisiert werden. Als nächster Schritt zur weiteren Erhöhung der Kapazitäten ist die Anschaffung einer zweiten Miele Reinigungsmaschine geplant, die ebenfalls mit dem Dosiermodul verbunden werden soll.

Fazit

Durch die enge Zusammenarbeit der drei Firmen in diesem Projekt konnte mit dem Einbau der Sensorik von JUMO in die Dosiereinheit von Matthes und der Integration der Konzentationsmesseinheit von Zestron das weltweit erste vollautomatische Mess- und Dosiersystem für mehrere Reinigungsanlagen in Elektronikfertigung realisiert werden.

Seit Inbetriebnahme konnte die Prozesssicherheit durch die vollautomatische Steuerung der Reinigung durch das Dosiermodul deutlich erhöht, und ein weiterer Schritt in Richtung Industrie 4.0 realisiert werden. Die gleichbleibende Reinigerkonzentration durch die automatische Nachdosierung und die Flexibilisierung der Reinigungskapazitäten sind zusätzliche Pluspunkte. Die Konzentrationsmesseinheit garantiert genaue Ergebnisse und die Umsetzung der Traceability-Anforderungen durch eine kontinuierliche Aufzeichnung von Reinigerkonzentration und Temperatur.

* Sascha Hack ist Produktionsmitarbeiter bei Jumo.

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