Flexible Baugruppenreinigung im Zeitalter Industrie 4.0

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Prozesssicherheit, Nachverfolgbarkeit und Flexibilität

Wichtige Gründe für Jumo den gut funktionierenden Reinigungsprozess zu optimieren, waren die Themen Prozesssicherheit und Traceability. Bei der Messung mit dem chemischen Schnelltest wurde die Reinigerkonzentration einfach vom Operator vor Ort gemessen, bedingt durch die manuelle Methode jedoch nur stichprobenartig.

In Prozessen, in denen elektronische High-End-Baugruppen gereinigt werden, sind aber lückenlos gemessene und dokumentierte Prozessparameter, besonders hinsichtlich Traceability und ISO Zertifizierung, unabdingbar. Nicht nur die online Messung der Parameter ist wichtig, auch die automatische und unmittelbare Angleichung der eventuell abweichenden Werte durch das Nachdosieren von VE-Wasser oder Reinigerkonzentrat an die vorgegebenen Sollwerte des Prozesses. Um dies zu erreichen, entschied sich Jumo für das online Echtzeit-Konzentrationsmesssystem Zestron Eye.

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Außerdem sollte eine Verkürzung des Reinigungszyklus von 95 auf 75 Minuten durch eine schnellere Erreichung der Reinigungstemperatur erzielt werden. Ein weiterer Wunsch war, den Reinigungsprozess möglichst flexibel gestalten zu können, um so die Reinigungskapazität schnell anpassen beziehungsweise erweitern zu können.

Um diese Ziele zu erreichen, wurden der Anlagenhersteller Matthes Maschinen-Industrietechnik und der Chemie- und Prozesslieferant Zestron kontaktiert. Auf Basis der Anforderungen von Jumo wurde dann das vollautomatische Mess- und Dosiersystem entwickelt, welches die Konzentrationssteuerung für mehrere Reinigungsanlagen gleichzeitig übernehmen kann. Mit dem in dem Modul vorhandenen 100-Liter-Tank mit Aufheizsystem ist das Dosiersystem für den Anschluss an zwei Reinigungsanlagen ausgelegt (Bild 2).

Neben dem Tank enthält das Modul einen Schaltschrank mit SPS (Speicher-Programmierbare-Steuerung), Dosier- und Umwälzpumpen, Filter, Signalleuchte, Platz für einen Reinigerkanister und eine Sauglanze zur Nachdosierung sowie ein Anschluss an die VE-Wasserversorgung.

Die Konzentrationsmessung übernimmt das in dem Modul verbaute und mit der SPS verbundene Konzentrationsmesssystem. Für eine vollständige Prozesskontrolle enthält das Modul neben dem Sensor für die Konzentrationsmessung auch Temperatur-, Füllstands- und Drucksensoren.

Die Entscheidung für diesen neuen Reinigungsprozess fiel aus mehreren Gründen: Zum einen konnte die bewährte Kombination aus eingesetztem Reiniger und Reinigungsanlage beibehalten werden. Zum anderen wurde das Modul so an die individuellen Wünsche von Jumo angepasst, dass alle Anforderungen an den zukünftigen Reinigungsprozess erfüllt werden konnten.

In dem Gerät wurde die Messtechnik von Jumo verbaut, sodass alle Sensoren, bis auf das Konzentrationsmessgerät, aus Eigenproduktion stammen. Außerdem stand die Erneuerung der Filteranlage an; die neue zweistufige VE-Wasseraufbereitung wurde direkt an das Modul angeschlossen.

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