NEC-Entwicklung Flexible Batterie nutzt organische Radikale

Redakteur: Peter Koller

Eine dünne und flexible Batterie auf Basis von organischen Radikalen hat NEC entwickelt.

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Kaum größer als eine Münze: Die Organic Radical Battery (Bild: NEC)
Kaum größer als eine Münze: Die Organic Radical Battery (Bild: NEC)

Als Radikale bezeichnet man laut Wikipedia Atome oder Moleküle mit mindestens einem ungepaarten Elektron, die meist besonders reaktionsfreudig sind. Basieren sie auf organischen Verbindungen, spricht man von organischen Radikalen.

Die Forscher des japanischen NEC-Konzerns nutzen solche organischen Radikale nun für eine Batterie, die zum einen sehr dünn und biegsam gebaut werden kann, zum anderen aber um den Faktor 1,4 leistungsfähiger sein soll und dabei auch noch signifikant zuverlässiger als herkömmliche Batterien.

Kompakt: Der Demonstrator eines Handy-Blitzsystems auf Basis der ORB (Bild: NEC)
Kompakt: Der Demonstrator eines Handy-Blitzsystems auf Basis der ORB (Bild: NEC)
Von NEC gebaute Prototypen der Organic Radical Battery (ORB) haben die Größe einer Münze, sind 0,7 Millimeter dünn und verfügen über eine Kapazität von 5 mAh. Ein mögliches Einsatzgebiet sind zum Beispiel die LED-Blitze für Handy-Kameras. NEC gibt für die ORB eine Blitzfolge von zehn unmittelbar aufeinander folgenden Blitzen an bei bis zu 20.000 Wiederholungen.

Das Geheimnis der Batterie liegt offenbar im Material der Kathode, die aus einem Nano-Komposit besteht. Dazu wird laut NEC ein festes Material aus organischen Radikalen in ein Gel umgewandelt und mit Kohlenstoff kombiniert.

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