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In der PDU werden Signale miteinander gruppiert
In FIBEX ist eine PDU als Interaction Layer Protocol Data Unit hinterlegt. In der PDU werden Signale miteinander gruppiert. Aus der Protokollsicht ist ein Frame unter FIBEX eine Data Link Layer Protocol Data Unit. In einem Frame werden ein oder mehrere PDUs mit Zusatzinformationen wie Update-Bit spezifiziert. Das Zeitverhalten der Kommunikationsobjekte wird über die Timingparameter für Absolutely-Scheduled-Timing, Event-Controlled-Timing, Cyclic-Timing und Request-Controlled-Timing beschrieben. Für FlexRay wird unter anderem das Absolutely-Scheduled-Timing verwendet, um zu beschreiben in welchem Slot und Cycle ein bestimmtes Kommunikationsobjekt gesendet wird. Weitere Bereiche sind Function und Signal.
Umrechnung der Rohdaten in physikalische oder darzustellende Werte
Unter Harmonized Data Objects werden physikalische Einheiten und Kodierungen der Signale hinterlegt. Die Kodierung definiert für ein Signal beziehungsweise eine Gruppe von Signalen die Art der Übertragung, also zum Beispiel die Bitlänge, den Offset und den Skalierungsfaktor. Damit wird festgelegt, wie Rohdaten in physikalische oder darzustellende Werte umgerechnet werden. Im Requirement-Bereich können Anforderungen u. a. für PDUs, Funktionen und Signalgruppen beschrieben werden. Unter Higher Protocols können Network-Management- und Transport-Layer-Informationen definiert werden.
Offener Standard für Softwarearchitekturen im Automobil
Der Grundgedanke von AUTOSAR lautet „Zusammenarbeit bei Standards – Wettbewerb bei der Umsetzung“. Folgende Ideen wurden bei der Realisierung von AUTOSAR berücksichtigt: Standardisierung von Systemfunktionen, Skalierbarkeit, Verschiebbarkeit von Funktionen, Integration und Austauschbarkeit von Software von verschiedenen Herstellern, Wartbarkeit über den gesamten Produktlebenszyklus.
AUTOSAR (Automotive Open System Architecture) ist ein Verbund mit dem Ziel, einen offenen Standard für Softwarearchitekturen in Fahrzeugen zu etablieren. In AUTOSAR bestehen Applikationen aus AUTOSAR-Softwarekomponenten (SW-C). Anwendungen werden in SW-Cs unterteilt, die miteinander kommunizieren (Bild 2).

Die Kommunikation wird unter AUTOSAR auf einem sehr abstrahierten Level abgebildet. Dies wird unter dem Begriff „Virtual Function Bus“ (VFB) zusammengefasst. Die SW-Cs kommunizieren dabei über sogenannte Ports ohne Kenntnis des Signalpfades. In einem späteren Entwicklungsschritt werden die SW-Cs dann auf Steuergeräte (ECUs) verteilt. Die AUTOSAR Runtime Environment (RTE) implementiert den VFB auf der jeweiligen ECU. Die RTE stellt eine bussystemunabhänge Schnittstelle zur Verfügung und leitet dabei die Befehle an die „Basic Software“ der jeweiligen ECU weiter. Die Basic Software greift dann direkt auf die Hardware zu.
Artikelfiles und Artikellinks
Link: FIBEX bei Eberspächer
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