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Kapazitiver Touch: Bei einem kapazitiven Touch handelt es sich im Allgemeinen um einen „Projiziert-kapazitiven Touch“ (Projected Capacitive Touch). Dieser besteht aus zwei elektrisch leitenden Schichten, die als Kondensator verwendet werden. Im Gegensatz zum resistiven Touch wird das Signal zur Steuerung jedoch nicht durch den Kontakt der beiden Schichten erzeugt.
Vielmehr wird durch Annäherung bzw. Berührung der Oberfläche die elektrische Ladung auf der berührten Schicht und damit auch die Ladung des Kondensators verändert. Der damit einhergehende Stromfluss wird als Signal interpretiert und zur Koordinatenerkennung genutzt. Ein Druck auf die Schicht ist somit nicht erforderlich und die Oberfläche des Touches kann wie eine Glasschicht verwendet werden. Die Eingaberückmeldung erfolgt durch Anzeige und akustisches Signal. Bei vielen Lösungen, in denen Touches zum Einsatz kommen, kann der Anwender zudem die Art der Rückmeldung individuell konfigurieren. So lässt sich das akustische Signal ausschalten oder mit einem anderen Ton belegen, sowie die Anzeige in der Helligkeit regulieren.
Der kapazitive Touch bietet damit viele Vorzüge gegenüber anderen Eingangssystemen. Es ist nicht verwunderlich, dass er daher für Smartphones millionenfach verwendet wird. Der Touch ist feuchtigkeitsbeständig, schmutzresistent und kann durch die individuell anpassbare Software in der optischen Erscheinung nahezu allen Anforderungen angepasst werden. Dank der Glasoberfläche besitzt er eine hervorragende Brillanz.
Der Nachteil des kapazitiven Touches liegt in der eingeschränkten Bedienbarkeit mit Handschuhen, was den Einsatz im medizinischen Umfeld einschränkt. Alternativ können aber leitfähige Stifte oder Handschuhe genutzt werden.
Optischer Touch: Beim optischen Touch kommen Infrarotstrahlen zum Einsatz, deren Veränderung oderUnterbrechung die Positionsbestimmung erlauben. Diese Touches benötigen jedoch relativ viel Platz an der Oberfläche, sind nur bedingt gegen äußere Einflüsse geschützt und daher für den Einsatz im Freien ungeeignet. Für sehr großflächige Eingabesysteme stellen sie jedoch häufig die einzige bezahlbare Alternative dar und werden häufig für diese Anwendungsfälle gewählt. Man kennt diese Art der Eingabesysteme daher von Einkaufszentren, in denen große interaktive Wegweiser zur Suche nach Geschäften positioniert sind. Optische Touches haben in der Regel eine deutlich niedrigere Auflösung als andere Eingabesysteme und sind diesbezüglich in ihrer Verwendung eingeschränkt.
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