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Kapazitive Tasten sind mit Sensor ausgestattet
Kapazitive Tasten bestehen aus Sensorflächen, wie beispielsweise Kupferflächen auf Leiterplatten, und einem Auswerte-IC. Die Sensorflächen können unter verschiedenen Materialien, wie Glas oder Folie, integriert sein. Sie funktionieren im Gegensatz zu mechanischen Tasten vollkommen ohne Druck und Kraftaufwand. Dabei reicht es aus, den Sensor zur Betätigung zu berühren.
Auch bei ihnen gilt der gleiche Vorteil wie bei mechanischen Tasten. Sie sind anwenderfreundlich und einfach bedienbar. Kapazitive Tasten findet man aktuell nahezu in allen Anwendungsbereichen und Branchen. Sie werden großenteils dort verwendet, wo eine gut zu reinigende Oberfläche erforderlich ist. Das ist gleichermaßen in der Industrie bei der Anlagensteuerung, aber auch im Haushalt beim Bedienfeld eines Herdes oder auch im medizinischen Bereich der Fall.
Von Vorteil ist, dass die Oberfläche über den Sensoren nicht nur gegenüber Feuchtigkeit und Verschmutzungen geschützt sind, sondern auch andere Substanzen wie Säure. Bezüglich der Gestaltung bieten kapazitive Tasten in der Praxis sehr ähnliche Möglichkeiten, wie die bereits skizzierten Folientasten, da sie meist unter Folie integriert werden. So besteht auch hier geringer Platzbedarf und die Tasten sind auch bei anspruchsvollen baulichen Anforderungen verwendbar.
Auch wenn bei kapazitiven Tasten kein Tastendruckgefühl entsteht, wird ihnen zumeist eine gute Haptik attestiert. Der Anwender erhält neben einer optischen Anzeige im Allgemeinen auch ein akustisches Signal, welches seine Eingabe bestätigt. Teilweise signalisieren Geräte auch durch Vibration, dass die Eingabe erfolgt ist.
Ein wesentlicher Nachteil der kapazitiven Tasten liegt darin, dass sie nur mit dem Finger, einem leitendem Touch-Pen oder einem speziellen Handschuh bedient werden können. Die den Tasten zugrundeliegenden Sensoren reagieren nicht auf Berührungen mit einem anderen Material wie auf einem herkömmlichen Stift. Gleiches gilt zumeist auch, wenn eine Hand einen OP-Handschuh trägt. In diesen Fällen ist die notwendige Leitfähigkeit nicht gegeben, somit sind den Einsatzmöglichkeiten Grenzen gesetzt.
Die Touch-Eingabe ist weit verbreitet
Die berührungsempfindlichen zählen neben den mechanischen Tasten zu den heutzutage viel verwendeten Eingabesystemen. Man kennt sie von EC-Automaten, Fahrkarten-Terminals oder Smartphones. Eine Touch-Anzeigeeinheit besteht aus einem Display wie einem TFT, einer darüber liegenden Touch-Einheit und einer entsprechenden Software. Diese erzeugt die Anzeige auf dem Display und gibt gleichzeitig die ausgewerteten Berührungen an die Gerätesteuerung weiter.
Umgangssprachlich wird häufig die Bezeichnung Touch-Display für ein solch ein Eingabesystem verwendet. Genau genommen stellt jedoch nur die Touch-Einheit das Eingabesystem dar. Das Display dient als Ausgabe-Einheit. Aus diesem Grund betrachten wir daher nur die Touch-Einheit.
Einige Eigenschaften gelten gleichermaßen für alle technischen Ausprägungen von Touches. Hierzu zählen vor allem eine hohe Flexibilität, intuitive Bedienung und vielfältige Designmöglichkeiten. Flexibilität zeigt sich darin, dass die Anzeige auf dem Display und gleichzeitig die zur Steuerung gesendeten Impulse jederzeit verändert werden können. Auf diese Weise kann eine weitere Taste zum Start eines bestimmten Vorgangs hinzugefügt werden. Analog können zusätzliche Informationen auf dem Display eingeblendet und jederzeit verändert werden. Sicherheitshinweise können somit unverzüglich auf allen Geräten erscheinen. Letztendlich sei kurz auf die unterschiedlichen Ausprägungen von Touches eingegangen, um eine Auswahl zu erleichtern. Unterschieden wird:
Resistiver Touch: Ein resistiver Touch besteht aus einem elektrisch leitfähig beschichtetem Trägerglas und einer ebensolchen Folie darüber. Bei der Berührung des Bildschirms wird ein Druck ausgelöst und es entsteht ein Kontakt zwischen den beiden leitenden Schichten. Der dabei entstehende eindeutige Widerstandswert für die X- und Y-Richtung wird als Positionswert zur Steuerung übermittelt. Resisitve-Touch-Displays lassen sich auch mit dickeren Handschuhen oder anderen Gegenständen wie ein Stift bedienen. Je nach Oberfläche und Helligkeit des Displays ist die Bedienung auch bei Sonneneinstrahlung möglich. Nachteilig ist, dass der resistive Touch nur eingeschränkt multitouch-fähig ist. Ein Scrollen kann dabei meist abgebildet werden. Mehrere Schaltflächen können jedoch nicht parallel betätigt werden.
Ein wesentlicher Nachteil ist die eingeschränkte Ablesbarkeit aufgrund mangelnder Schärfe und die stark empfindliche Oberfläche des Touches. Die meist weiche Oberfläche ist empfindlich gegenüber Verschmutzungen, Feuchtigkeit und mechanischer Beschädigung. Sie weist daher nur eine relativ kurze Haltbarkeit auf.
Durch zusätzlichen Einsatz einer dünnen Glasschicht auf dem TFT kann dieser Nachteil reduziert werden. Die Glasschicht schützt vor Beschädigungen, sorgt für eine bessere optische Erscheinung des Gerätes und verbessert nicht zuletzt die Haptik. Diese wird bei resistiven Touches von den Anwendern, je nach technischer Umsetzung, oft sehr unterschiedlich bewertet. Ein Tastendruckgefühl ist nicht gegeben. Somit ist die Kombination mit alternativen Eingaberückmeldungen erforderlich, wie durch eine Anzeige auf dem Touch und ein akustisches Signal.
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