AT&S Europas größter Leiterplattenhersteller meldet Rekordumsatz mit 4% Zuwachs

Redakteur: Claudia Mallok

Die AT&S AG mit Sitz in Wien meldet für das abgelaufene Geschäftsjahr 2007/2008 einen neuen Umsatzrekord von 485,7 Mio. € und einen Rekordgewinn von 41,3 Mio. €. Der größte Leiterplattenproduzent in Europa und Indien hat die Ergebnisse vom Vergleichszeitraum des Vorjahres um 4% beim Umsatz bzw. 29% beim operativen Gewinn übertroffen.

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„AT&S konnte durch maßgebliche Marktanteilsgewinne das sechste Jahr in Folge den Gesamtumsatz im Vergleichzum jeweiligen Vorjahr steigern; dies mit einer durchschnittlichen jährlichen Wachstumsrate (CAAGR) über diesen Zeitraum von rund 10%. Auch der Gewinn konnte stetig erhöht werden und das Ergebnis pro Aktie (EPS) entwickelte sich in diesem Zeitraum von EUR 0,05 auf einen Rekordwert von EUR 1,83.“, berichtet Harald Sommerer, Vorstandsvorsitzender der AT&S. AT&S beschäftigt mittlerweile mehr als 6.300 Mitarbeiter an Standorten in Österreich, Indien, China, Korea und in den weltweiten Vertriebsbüros.

Einer der Erfolgsfaktoren der AT&S sind die in den letzten Jahren in Asien installierten Produktionskapazitäten. So wurde im letzten Jahr das zweite Werk in Shanghai voll in Betrieb genommen und der Ramp-up des dritten Werkes begonnen. Der weitere Ausbau der Produktionskapazitäten in China sowie der Bau eines neuen Werks in Indien soll auch für die Zukunft zusätzliches Wachstumspotenzial schaffen.

Werke in Österreich rein auf den europäischen Markt ausgerichtet

Darüber hinaus sei die weitere Ausrichtung der österreichischen Werke auf den rein europäischen Markt von erheblicher Bedeutung. Aufgrund der Nähe zu den europäischen Elektronikproduzenten und speziell deren Entwicklungsabteilungen, gelinge es AT&S vor allem bei schneller Produktion, Prototypen- und Kleinserienfertigung gegenüber der oft kostengünstigeren asiatischen Konkurrenz erfolgreich zu sein.

„Der rund 3,6 Milliarden US-Dollar große europäische Markt wird auch in Zukunft weiter bestehen und bietet bei entsprechend fokussierter Bearbeitung und bei dafür notwendigen Anpassungen in den österreichischen Werken Potenzial für AT&S, insbesondere im Industrie- und Automotivebereich“, ist Harald Sommerer überzeugt.

Einen wesentlichen Einfluss auf den Umsatz, insbesondere des global orientierten Mobile-Devices-Geschäfts, hatte der deutlich schwächere US-Dollar. Bekam man zu Beginn des Geschäftsjahres 2001/02 für einen Euro rund 0,88 US-Dollar, erhielt man am Ende des abgelaufenen Geschäftsjahres für einen Euro rund 1,58 US-Dollar.

AT&S hat mittlerweile einen großen Teil der Produktion für den Mobile Devices-Markt in diesem erweiterten US-Dollar Raum etabliert und kann somit diese exogenen Effekte kostenseitig weitestgehend operativ ausgleichen. Für die verbleibenden Währungspositionen wurden HedgingTransaktionen durchgeführt. Die US-Dollar Entwicklung hat daher vor allem eine Auswirkung auf den Umsatz und deutlich geringeren Einfluss auf das Ergebnis.

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