AT&S Europas größter Leiterplattenhersteller meldet 25% Umsatzplus
Die AT&S AG mit Hauptsitz in Wien verzeichnet für das abgelaufene Geschäftsjahr 2006/07 einen neuen Umsatzrekord von 467 Mio. € und damit einen Zuwachs von 25% gegenüber dem Vorjahr. Der Nettogewinn belief sich auf 31,3 Mio. € (plus 11%) Aktie. Nach hohen Investitionen in China und Korea will Europas größter Leiterplattenhersteller in den nächsten Jahren mehr als die Hälfte der Umsätze in Asien erwirtschaften.
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Das abgelaufene Geschäftsjahr der AT&S AG habe im Zeichen maßgeblicher strategischer Entscheidungen gestanden, so AT&S-Chef Harald Sommerer auf der Bilanzpressekonferenz. So brachte die Übernahme von Tofic den Einstieg in den schwer zugänglichen südkoreanischen Markt sowie die Technologie zur Herstellung flexibler Leiterplatten. Außerdem konnte das Kundenportfolio erweitert werden. „Wir beliefern nun mit Ausnahme von Samsung alle großen Handyhersteller“, betont Sommerer. Darüber hinaus seien weitere Kapazitäten in China geschaffen worden.
In Zukunft soll vor allem das Geschäft in Asien das Wachstum des Leiterplattenherstellers ankurbeln. „In den kommenden Jahren werden wir mehr als die Hälfte der Umsätze in Asien erwirtschaften und somit die Profitabilität weiter steigern können“, sagt der AT&S-Chef. Während das Volumengeschäft zunehmend nach Asien verlagert werde, konzentrieren sich die europäischen Werke eher auf Spezialprodukte und Prototypen. „Für gut positionierte Unternehmen bleibt auch in Europa ein Markt bestehen“, gibt sich Sommerer zuversichtlich. AT&S sei die Neuausrichtung seiner Werke bereits gelungen. Die globale Aufstellung stelle zudem einen Vorteil für Kunden dar.
Für das laufende Geschäftsjahr rechnet AT&S mit weiteren Zuwächsen bei Umsatz und Gewinn. Der Umsatz soll sich auf 540 bis 550 Mio. € belaufen. 2007 soll vor allem das Hochfahren der Kapazitäten in China im Mittelpunkt stehen. Geprüft werden aber auch weitere Optionen wie eine Erweiterung in Indien oder ein Werk in Osteuropa. Darüber hinaus schaue man sich auch weiterhin nach geeigneten Übernahmekandidaten um.
Das Wachstum der kommenden Jahre wird nach AT&S-Prognosen auch weiterhin vor allem vom Mobilfunkbereich getragen, der derzeit mit 60% zum Gesamtumsatz beiträgt. Hier rechnet Sommerer mit einem stärkeren Einsatz komplexer Technologien und einer weiteren Konsolidierung. Darüber hinaus soll aber auch der Automotive-Bereich, der derzeit einen Umsatzanteil 10% ausmacht kräftiger wachsen. Grund sei die steigende Nachfrage der Automobilindustrie nach HDI-Leiterplatten.
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