Rohstoffe für die Elektronikindustrie Erste Herstellung eines Seltenerdoxids außerhalb Chinas

Von Susanne Braun 1 min Lesedauer

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Lynas Rare Earths hat erstmals die Produktion des Seltenerdoxids Dysprosiumoxid außerhalb Chinas bestätigt, einem Ausgangsmaterial für die Herstellung von Hochleistungspermanentmagneten, die wiederum in E-Autos und Windturbinen benötigt werden.

Lynas Anlage in Gebeng in Malaysia verarbeitet Mt-Weld-Konzentrat und gemischtes Seltenerdkarbonat (MREC) und besteht aus drei Verarbeitungsbereichen.(Bild:  Lynas Rare Earths)
Lynas Anlage in Gebeng in Malaysia verarbeitet Mt-Weld-Konzentrat und gemischtes Seltenerdkarbonat (MREC) und besteht aus drei Verarbeitungsbereichen.
(Bild: Lynas Rare Earths)

Das australische Bergbau- und Chemieunternehmen Lynas Rare Earths ist bereits dafür bekannt, seltene Erden außerhalb von China zu produzieren. Dazu gehören unter anderem die leichten seltenen Erden Neodym und Praseodym sowie das schwere Seltenerdmetall Dysprosium, die Schlüsselmaterialien für die Herstellung von Permanentmagneten in Elektromotoren, Windkraftanlagen, Smartphones und mehr sind.

Berichten zufolge gelang jetzt, Mitte Mai 2025, die Herstellung von Dysprosiumoxid in der Nähe von Kuantan, Malaysia, wo Lynas eine Verarbeitungsanlage unterhält, die Materialien aus der australischen Mt-Weld-Mine trennt und reinigt (via MiningWeekly).

Reaktion auf geopolitischen Druck

Der Erfolg ist eine Reaktion auf den steigenden geopolitischen Druck zur Entwicklung alternativer Lieferketten für kritische Materialien. Die Anlage mit einem Trennkreislauf für schwere seltene Erden wurde im März in Betrieb genommen, konnte eine kleine Menge Holmiumkonzentrat produzieren und hat jetzt mit der Herstellung von Dysprosiumoxid innerhalb des anvisierten Zeitrahmens die Kapazitäten für die Verarbeitung schwerer Seltenerdmetalle bestätigt. Die erste Produktion von Terbiumoxid wird im Juni 2025 erwartet.

Dysprosiumoxid (Dy₂O₃) ist eine Verbindung aus dem seltenen Erdmetall Dysprosium in oxidierter Form. Es wird häufig als Vorprodukt genutzt, um reines Dysprosiummetall zu gewinnen, und spielt eine zentrale Rolle in der Herstellung temperaturbeständiger Hochleistungsmagnete, die in Elektromotoren, Windkraftanlagen und anderen industriellen Anwendungen zum Einsatz kommen.

China dominiert bisher fast vollständig die Verarbeitung schwerer Seltenerdmetalle, daher bedeutet die Produktion außerhalb der Volksrepublik nicht nur mehr Versorgungssicherheit für westliche Industrien, sondern auch einen wichtigen Schritt zur Diversifizierung und Resilienz in geopolitisch sensiblen Technologiebereichen. (sb)

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