Anbieter zum Thema
Derzeit gibt es 27 gültige ANSI/VITA-Normen

Der technische Stand der VT wird durch die gültigen ANSI-Normen definiert. Zusätzlich werden darin weitere internationale IEEE- und IEC-Normen referiert. Diese betreffen hauptsächlich mechanische Abmessungen von Steckkarten, Baugruppenträgern und elektrisch/mechanische Normen für Steckverbinder. Viele IEEE- und IEC-Normen sind Weiterentwicklungen der ursprünglichen DIN-Normen aus den Anfangszeiten des VMEbus. Derzeit gibt es 27 gültige ANSI/VITA-Normen, die von der VSO erarbeitet und vom ANSI genehmigt wurden.
Etwa sechs gültige IEEE-Normen, die teilweise von VITA-Mitgliedern bei den IEEE-Gremien erarbeitet wurden, sind, wie alle IEEE-Normen, ebenfalls vom ANSI genehmigt. Einige der AN-SI/VITA- und IEEE-Normen wurden zusätzlich bei der internationalen IEC-Organisation eingereicht und von dieser Organisation anerkannt. Weitere 10 IEC-Normen sind für die VT von Bedeutung. Die derzeit gültigen ANSI/VITA-Normen sind teilweise in der Tabelle aufgelistet. Bei der VSO werden gegenwärtig weitere 34 Normvorschläge bearbeitet. Alle gültigen Normen werden nach jeweils fünf Jahren überprüft und ggf. unverändert oder mit Korrekturen für weitere fünf Jahre als gültige Norm genehmigt.
Die Basis für die VT bilden die Normen ANSI/VITA 1 (VME64) und ANSI/VITA1.1 (VME64x). Darin wird der maximal 64 Bit breite parallele VMEbus definiert. Die Erweiterung des ursprünglich dreireihigen DIN-Steckverbinders auf fünf Reihen ist in der VME64x-Norm definiert.
„VMEbus Renaissance“ bezeichnet aktuelle Verbesserungen (2eSST) und Erweiterungen (VXS)
Unter dem Begriff „VMEbus Renaissance“ sind die derzeit besonders aktuellen Verbesserungen (2eSST) und Erweiterungen (VXS) zusammengefasst. Mit dem „2-edge Source Synchronous Transfer Protocol“ wird die Beschleunigung des parallelen VMEbus um die 8-fache Übertragungsrate spezifiziert. Dazu gehören verbesserte elektrische Treiber-Bausteine und ein effektiveres Übertragungsprotokoll. Diese neuere Technik ist auch im gemischten Betrieb mit herkömmlichen VMEbus-Karten voll kompatibel und, wie immer, ohne weitere Maßnahmen über die volle Busbreite mit 21 Steckplätzen einsetzbar.
Mit VXS (VMEbus eXtended for Switched Serial) werden die neueren Erweiterungen für die schnelle Übertragung über serielle Leitungen bezeichnet. Dazu wird der bisherige mittlere Steckverbinder (P0/J0) durch einen neuen Steckverbinder (MultiGig RT-3) mit höheren Übertragungsraten spezifiziert. Für die derzeit verfügbaren Protokolle, wie Gigabit Ethernet, InfiniBand, PCI Express oder andere, wird jeweils eine Untervariante (.x) des Normvorschlags VITA 41.x definiert. Serielle Übertragung ist aber auch schon mit dem herkömmlichen P0/J0-Steckverbinder bei den derzeit noch üblichen Geschwindigkeiten möglich (VITA 31.x).
(ID:206075)