Die Energiewende in Deutschland wird durch die zunehmende Nutzung erneuerbarer Energien wie Wind und Sonne vorangetrieben. Erneuerbare Energien stehen jedoch nicht immer zur Verfügung. Notwendig sind Energiespeicher. Der derzeit größte Energiespeicher Deutschlands entsteht in Niedersachsen.
Europas bisher größter Batteriegroßspeicher in Alfeld (Leine) ist genehmigt. Das Projekt umfasst eine Speicherleistung von 137,5 Megawatt und bietet eine Speicherkapazität von 275 Megawattstunden für das deutsche Stromnetz. Das Speicherprojekt soll bis Ende 2025 realisiert werden.
(Bild: Kyon Energy)
In Deutschland wird mit Blick auf die Energiewende die geringe Dynamik bei Batteriespeichern bemängelt. Diese sind notwendig, um vor allem Sonnen- und Windenergie dann zur Verfügung zu stellen, wenn sie gebraucht wird. Wie es gehen kann, zeigt ein Projekt in Niedersachsen. Dort entsteht der größte Batteriespeicher Deutschlands.
Bislang haben bei Batteriespeichern vor allem China und Australien die Nase vorn. Dort dienen sie dazu, Strom aus erneuerbaren Energien wie Wind und Sonne zu speichern und dann zur Verfügung zu stellen, wenn er gebraucht wird. Damit leisten sie einen wichtigen Beitrag zur Stabilität der Strominfrastruktur. Inzwischen haben auch die USA, die derzeit Solar- und Windenergie massiv ausbauen, diese Entwicklung erkannt und investieren Milliarden in neue Speicher. So schätzen die American Clean Power Association (ACP) und das Forschungsinstitut Wood Mackenzie, dass bis 2027 allein in den USA rund 66 Gigawatt Speicherkapazität gebaut werden.
Energiespeicher in Deutschland
In Deutschland hingegen wurde kritisiert, dass die Regierung in ihren Plänen zur Energiewende die Speicher zu wenig berücksichtige. Doch auch hier geht es voran. In Alfeld an der Leine soll Deutschlands größter Batteriespeicher entstehen. Der Batterieentwickler Kyon Energy hat im November die Genehmigung für ein neues Batteriegroßspeicherprojekt in der niedersächsischen Kleinstadt erhalten. Gebaut werden soll der Batteriespeicher in der Nähe eines Umspannwerks.
Nach Angaben von Kyon Energy wird die Anlage eine Speicherleistung von 137,5 Megawatt und eine Speicherkapazität von 275 Megawattstunden haben. Damit sei es das größte Speicherprojekt in Deutschland. Zudem übersteige die Speicherkapazität in Alfeld die der derzeit größten Anlage in Europa um rund 50 Prozent. Der Baubeginn ist für 2024 geplant, die Inbetriebnahme für Ende 2025. Die Anlage wird mit Lithium-Ionen-Batterien des Herstellers CATL ausgestattet. Die Batterien werden in einem Stahlbetongebäude untergebracht, das etwa 100 Meter lang und 50 Meter breit sein wird.
Ein weiterer Speicher entsteht ebenfalls in Niedersachsen: Der Speicher in Lingen wird eine Kapazität von 100 Megawattstunden haben und soll im Jahr 2027 in Betrieb gehen. Der Speicher in Lingen wird von dem Energieversorger LEAG gebaut und soll vor allem dazu dienen, Strom aus Windparks in der Region zu speichern. Der Speicher in Lingen ist eher regional ausgerichtet, während der Speicher in Alfeld eher deutschlandweit ausgerichtet ist.
Speicher ergänzen Wind- und Solarparks
Die Vorteile solcher Anlagen für Betreiber und Stromkunden liegen auf der Hand. Die hohe Speicherkapazität ermöglicht es, überschüssige Energie aus Wind- und Solarkraft zu speichern und dann ins Netz einzuspeisen, wenn sie benötigt wird. Dabei werden die Speicher gefüllt, wenn die Nachfrage gering und die Strompreise niedrig sind. Das ist meist dann der Fall, wenn der Wind weht und die Sonne scheint. Wenn dann die Nachfrage von Haushalten und Industrie hoch ist, kann die gespeicherte Energie abgegeben werden – im Idealfall zu hohen Strompreisen.
Die derzeit vielversprechendste Technologie für Batteriespeicher sind Vanadium-Redox-Flow-Batterien. Sie könnten einer der entscheidenden Faktoren für das Gelingen der weltweiten Energiewende werden. Sie sind zwar anfangs noch teurer als Lithium-Ionen-Batterien, holen diese Kosten aber im Betrieb durch ihre Leistungsfähigkeit und vor allem ihre Langlebigkeit von bis zu 20 Jahren auf. Sie gelten daher als ideale Ergänzung zu Wind- und Solarparks.
Ein Blick auf die notwendigen Rohstoffe
Bestandteil der Vanadium-Redox-Flow-Batterien: Das Übergangsmetall kommt zu etwa 78 Prozent aus Russland und China. Die westlichen Industriestaaten sollten sich daher vor allem an befreundete Länder wenden.Südafrika ist ein wichtiger strategischer Partner für die westlichen Industriestaaten.
(Bild: Vanadium Resources)
So gibt es derzeit nur wenige Lieferanten für das benötigte Vanadium. Das Übergangsmetall kommt zu etwa 78 Prozent aus Russland und China. Die westlichen Industriestaaten sollten sich daher vor allem an befreundete Länder wenden.Südafrika ist ein wichtiger strategischer Partner für die westlichen Industriestaaten. Das Land ist der drittgrößte Produzent von Vanadium und verfügt über große Reserven. Die Regierung von Südafrika hat sich zum Ziel gesetzt, das Land zu einem globalen Vorreiter bei der Produktion von Vanadium zu machen.
Stand: 08.12.2025
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Das australische Unternehmen Vanadium Resources erschließt dabei die Lagerstätte Steelpoortdrift 150 Kilometer nordöstlich von Johannesburg. Sie ist eine der größten und reichsten Vanadiumlagerstätten der Welt. Die Lagerstätte besteht aus Vanadium-Eisen-Oxiden und enthält rund 100 Mio. Tonnen Vanadium. Als strategischen Partner hat sich Matrix Resources gefunden. Matrix Resources ist ein chinesisches Unternehmen, das in der gesamten Wertschöpfungskette der Nickelindustrie tätig ist. Das Unternehmen ist ein wichtiger Abnehmer von Vanadium für die Herstellung von Nickel-Vanadium-Batteriezellen.
Energiespeicher mit Vanadium
Vanadium-Energiespeicher sind eine Art von Energiespeicher, die Vanadium als Elektrolyt verwenden. Sie sind eine vielversprechende Technologie für die stationäre Energiespeicherung, da sie eine Reihe von Vorteilen gegenüber anderen Arten von Energiespeichern bieten.
Energiedichte von bis zu 80 Wh/kg
Eine Lebensdauer von bis zu 30 Jahre, viel länger als bei anderen Energiespeichern.
Vanadium-Energiespeicher sind nicht brennbar und nicht explosiv, was sie zu einer sicheren Wahl für sicherheitsrelevante Anwendungen macht.
Richtigstellung: In der ursprünglichen Version hieß es, dass der Speicher im niedersächsischen Alfeld auf Basis von Vanadium-Redox-Flow-Batterien entsehen würde. Das ist falsch.Verbaut werden Lithium-Ionen-Zellen des Herstellers CATL.