Leiterplatten

Empfindliche Bauteile durch Lackierung schützen

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Was kostet eine Lackierung, was kostet der Ausfall?

„Was kostet eine Lackierung, was kostet der Ausfall?“, fragt Mark Hempelmann, Marketingleiter der Lacon Elektronik GmbH. Immer mehr Kunden des Karlsfelder SMT- und THT-Dienstleisters können davon überzeugt werden, dass durch Schutzlacke die Lebensdauer und Funktionssicherheit ihrer Produkte erhöht werden kann.

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„Die Lackierung von Leiterplatten ist ein junges Feld, aber es ist ein deutlicher Trend zu spüren“, sagt er. Das liege auch daran, dass Elektronik vermehrt im Außenbereich eingesetzt wird, wo die Witterungsverhältnisse auf die Bauteile und Lötstellen einwirken. Selbst im Bereich der Consumer-Produkte gebe es erste Anfragen.

SCS Precisioncoat punktet mit Flexibilität und Präzision

Fast ein Jahr lang qualifizierte Lacon Elektronik Lackierlinienangebote und entschied sich schließlich für eine SCS Precisioncoat, die die Firma SmartRep vertreibt.

„Wer neu in die Thematik Lackieren einsteigt, wird schnell feststellen: Eine Beschichtungsanlage ist nicht einfach eine maschinelle Spraydose. Es gibt viele Einflussfaktoren, damit am Ende ein optimales Resultat erzielt wird: Oberflächenbeschaffenheit und -spannung; Reinheitsgrad der Leiterplatte und der Bauteile, der Aushärtungsprozess, die Geschwindigkeit, die Durchflussmenge, der Druck und die Temperatur des Lacks gilt es unter anderem zu beachten“, erklärt Hans Jürgen Sauter von SmartRep.

Weil die SCS Precisioncoat dank fünf Achsen, Prozessüberwachung sowie einem ausgefeilten Sprüh- und Dispenskopfsystem sehr präzise arbeitet, ist meist sogar eine Maskierung von Bauteilen beim Beschichten nicht nötig. SmartRep vertreibt den Beschichter exklusiv im deutschsprachigen Raum und steht beim Aufbau einer kompletten Lackierlinie mit Know-how, passenden Handlingsystemen und Applikationsexperten zur Seite. Die Lösungen zur Lackaushärtung (thermisch oder über UV-Licht) kommen dabei vom Partner-Unternehmen SMT-Wertheim.

Lacons neue Beschichtungslinie ist zu rund 70 Prozent ausgelastet. Das Unternehmen produziert elektronische und elektromechanische Baugruppen und besitzt drei SMT-Fertigungslinien sowie THT-Bestückung. Der Dienstleister fertigt für die Bereiche Maschinenbau, Bahntechnik, Automotive, Medizintechnik und Robotik.

„Wir setzen nicht auf hohe Stückzahlen, sondern brauchen Flexibilität und Präzision – genau das bietet die SCS Precisioncoat. In einem umfangreichen Benchmark mit unterschiedlichen Herstellern hat uns das Ergebnis der SCS Precisioncoat überzeugt“, sagt Lacon-Fertigungsbereichsleiter Ralf Gadow. Auch die Programmierung sei, selbst bei komplexen Produkten, kein großer Aufwand.

Fazit: Die SCS Precisioncoat ist eine Investition, die mit etwas Manpower und nur geringer Produktionskostensteigerung einen großen Nutzen entfaltet.

* Julia Stadter leitet den Bereich Marketing und Kommunikation bei SmartRep.

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