Elektromobiltät

Elektroautos, die Geschichte schrieben

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Stirling-Motor als Range-Extender

1969 stellte General Motors das Hybrid-Experimentalmodell Stir-Lec 1 auf Basis eines Opel Kadett vor. Zum nachladen der 14 Blei-Säure-Batterien war ein 8-PS-Stirling-Motor als Range-Extender an Bord. Der Wagen erreicht eine Spitzengeschwindigkeit von 90 km/h.

Das Mondauto mit elektrischem Allradantrieb

Ein SUV der besonderen Art bewegte sich 1971 über die Mondoberfläche: Das Lunar Roving Vehicle (LRV) – ein reinrassiges Elektroauto mit Allradantrieb, vier Radnabenmotoren, Joy-Stick-Steuerung und Navigationssystem. Das Mondauto war während der Missionen Apollo 15, 16 und 17 dabei. Entwickelt wurde es im GM-Forschungsinstitut Santa Barbara im Auftrag von Boeing.

Angetrieben wurde das LRV von je einem 180-W-Elektromotor pro Rad. Der Fahrer steuerte das Mondauto über einen T-förmigen Joystick. Für die Stromversorgung waren zwei Silberoxid-Zink-Batterien mit 36 V und einer Kapazität von 121 Ah zuständig. Damit war eine Höchstgeschwindigkeit von 13 km/h und eine Strecke von maximal 92 km möglich.

Navigiert wurde mittels eines Gyroskops und eines Kilometerzählers. Der Computer berechnete aus deren Daten die aktuelle Position relativ zum Landemodul. Damit fanden die Astronauten auch den Weg zurück zum Lunar Module, wenn es außer Sicht war. Allerdings entfernten sich die Weltraum-Pioniere nie mehr als ein paar Kilometer von der Fähre. Mehr Details zum Lunar Rover finden Sie hier.

Lieferwagen mit Wechselbatterie

Wenn das Laden des Akkus zu lange dauert, kann man ihn ja einfach tauschen. Dieses Prinzip setzte erstmals Daimler-Benz 1972 mit seinem Versuchsfahrzeug LE 306 um – dem ersten Elektro-Transporter mit Batteriewechseltechnik. Angetrieben wurde das Fahrzeug von einem Elektromotor mit 31 kW und es hatte eine Reichweite von max. 65 km pro Batterieladung. Neu war auch die Idee der Bremsenergie-Rückgewinnung – heute als Rekuperation bekannt.

Und so funktionierte das Schnellwechselsystem: Hinter einer Klappe zwischen den Achsen befand sich die 90-V-Batterie. Während der leere Akku auf der einen Seite herausgezogen wurde, konnte auf der anderen Seite gleichzeitig der geladene Austausch-Akku eingeschoben werden.

Die ersten Elektro-BMWs fuhren 1972

Nicht nur motorsportliche Höchstleistungen standen zu Beginn der 70er Jahre im Fokus der BMW Entwicklung. Die Olympischen Spiele 1972 gab den Startschuss für die intensive Erforschung des Elektroantriebs. Eine kleine Flotte von orangefarbenen BMW 1602 Limousinen mit batteriebetriebenen Elektromotoren unter der Haube wurde zu einem Symbol der Spiele in München.

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