Quantenakku Einstecken, ausstecken – fertig geladen

Redakteur: Robert Di Marcoberardino

Auch im Zeitalter von Schnelllade-Akkus dauert der Vorgang oft immer noch viel zu lang. Forscher arbeiten an einer Batterie, die die Ladedauer dank Quantenverschränkung erheblich minimieren könnte.

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Die Ladedauer von Batterien könnte sich per Quantentechnik stark minimieren lassen.
Die Ladedauer von Batterien könnte sich per Quantentechnik stark minimieren lassen.
(Bild: Varta)

Noch ist die Quantenbatterie nur ein theoretisches Modell. Aber Physiker arbeiten an der Umsetzung und haben eine Arbeit im New Journal of Physics veröffentlicht. Bedarf gäbe es genug, denn selbst die schnellsten Ladetechniken wie Quick Charge 2.0 (Qualcomm) oder VOOC (Oppo) sind von mobilen Geräten mit immer steigender Performance überfordert.

Quantenbits (Qubits) kennt man bereits aus der Quantenrechner-Forschung. Anders als digitale Bits, die zwei Zustände annehmen können, können Qubits in einem der zwei Zustände oder in beiden Zuständen zur selben Zeit sein. Qubits können dabei aus verschiedenen Partikeln, etwa Photonen, Ionen oder neutralen Atomen bestehen.

In der Quantenbatterie werden sie als arbeitende Qubits oder Wits (working qubits) bezeichnet, weil sie Energie speichern und später wieder abgeben können. Jedes Wit hat einen energiereichen und -armen Zustand. Durch Anlegen von Strom lassen sie sich vom energiearmen in den energiereichen Zustand bringen.

Um die Ladezeit drastisch zu verkürzen, müssen die Wits zumindest theoretisch verschränkt werden. Bei der Quantenverschränkung teilen sich zwei Partikel den selben Zustand, selbst wenn sie sich nicht am selben Ort befinden. Im Fall der Batterie wäre das der energiereiche Zustand.

Die Forscher geben an, dass sich eine Batterie damit praktisch global laden lässt. Tatsächlich hängt die Ladedauer proportional an der Anzahl der Wits. Wenn die Batterie mit einem Wit eine Stunde lädt, dann benötigt sie mit 10 Wits nur 6 Minuten.

Schematische Darstellung der Quentenbatterie: Eine Reihung von Qubits kann entweder parallel (oben) oder global (unten) geladen werden. Wie das theoretische Modell zeigt, nimmt die Laderate mit der Anzahl an Qubits zu, sofern in der Reihe während des Ladeprozesses Quantenverschränkungen zugelassen werden.
Schematische Darstellung der Quentenbatterie: Eine Reihung von Qubits kann entweder parallel (oben) oder global (unten) geladen werden. Wie das theoretische Modell zeigt, nimmt die Laderate mit der Anzahl an Qubits zu, sofern in der Reihe während des Ladeprozesses Quantenverschränkungen zugelassen werden.
(Bild: Felix C. Binder, et al. (CC-BY-4.0))
Es gibt jedoch einige Hindernisse, die dem Design der Batterie noch im Wege stehen. So lassen sich nicht-flüssige Quantensysteme selbst für kurze Zeiträume nur sehr schwer aufrechterhalten. Außerdem müssen die Forscher noch einen Weg finden um die Energie zielführend zu nutzen – im momentanen Stadium würde sie nur als Hitze entweichen.

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