Mit Piosphere bietet das Münchner Startup Piovation eine ganzheitliche KI-Plattform, die nicht nur eine sichere und flexible Nutzung künstlicher Intelligenz verspricht – sondern auch auf ein vollkommen deutsches, datenschutzkonformes Ökosystem setzt.
Piovation-Rechenzentrum in München: Mit Piosphere verspricht das deutsche Startup eine ganzheitliche KI-Plattform, die nicht nur auf ein aus Deutschland stammendes KI-Ökosystem, sondern auch auf den datenschutzkonformen Betrieb in deutschen Rechenzentren setzt.
(Bild: Piovation)
Der Markt für künstliche Intelligenz wird von großen Technologieunternehmen aus den USA und China dominiert. Doch in Europa wächst der Bedarf an souveränen Alternativen, die höchste Datenschutzanforderungen erfüllen und eine Unabhängigkeit von globalen Tech-Konzernen ermöglichen. Der Mittelstand und die öffentliche Verwaltung stehen zunehmend vor der Herausforderung, digitale Prozesse effizienter zu gestalten, ohne dabei die Kontrolle über sensible Daten aufzugeben.
In diesem Spannungsfeld möchte das deutsche KI-Startup Piovation ansetzen: mit Piosphere bietet das in Grasbrunn beheimatete Unternehmen eine Lösung, die erstmals eine vollständige, in Deutschland entwickelte und betriebene KI-Wertschöpfungskette bereitstellt – samt Rechenzentrum, Cloud-Plattform, Entwicklungstools und KI-Betriebssystem.
Bei Piosphere handelt es sich um eine speziell für den deutschen Markt konzipierte KI-Cloud-Plattform, die es mittelständischen Unternehmen und Behörden ermöglichen soll, künstliche Intelligenz sicher, effizient und flexibel einzusetzen. Der Fokus liegt dabei auf einer hohen Datenhoheit, strenger DSGVO-Konformität und einer einfachen Handhabung, die auch Anwender ohne tiefgehende technische Kenntnisse befähigt, KI-gestützte Prozesse zu implementieren. „Die Plattform bietet eine durchgängige KI-Wertschöpfungskette, die von der Entwicklung über das Training bis hin zur Bereitstellung von KI-Diensten und Hardware reicht“, meldet das Unternehmen – komplett entwickelt in Deutschland und für den Daten- unt IP-Schutz-konformen Einsatz in Deutschland ausgelegt.
Die erste deutsche KI-Cloud mit eigenem Betriebssystem
Die Basis des ganzheitlichen KI-Plattform-Ansatzes bildet das eigens entwickelte KI-Betriebssystem PioCloud Core. Es verspricht die effiziente Verwaltung von KI-Ressourcen, indem es die dynamische Allokation von Rechenleistung optimiert und damit sowohl Performance als auch Wirtschaftlichkeit steigert. Die Beschleunigung der KI-Modelle im hauseigenen Rechenzentrum in München ist, wie für die Branche üblich - GPU-basiert. Für eine effiziente Zuweisung der vorhandenen Ressourcen sorgt ein GPU Scheduler. Dieser soll gerade bei rechenintensiven KI-Modellen dafür Sorge tragen, dass durch effiziente Zuweisung der verfügbaren GPU-Kapazitäten hohe Kosten zu vermieden werden und zugleich maximale Leistung gewährleistet bleibt. Ziel ist, dass weder Rechenressourcen ungenutzt bleiben noch Engpässe entstehen.
Ein weiteres zentrales Element der Piosphere ist die Integration virtueller Cloud-Umgebungen. Durch das Virtual Cloud Application Interface (VCAI) sollen bestehende IT-Infrastrukturen einfach angebunden werden können, ohne dass Unternehmen oder Behörden ihre bisherigen Systeme aufgeben müssen. Dies ermöglicht eine flexible Nutzung hybrider Cloud-Architekturen und verhindert eine Abhängigkeit von einzelnen Anbietern.
„No-Code-KI“: Intelligente Automatisierung ohne Programmierkenntnisse
Eines der bemerkenswertesten Features von Piosphere ist allerdings das No-Code-Versprechen: Diese soll es über einen modularen Aufbau ermöglichen, KI-Anwendungen ohne spezielle Programmierkenntnissecetwa in PyTorch oder Tensorflow zu erstellen. Vielmehr sollen Entwickler über eine intuitive, grafische Drag-and-Drop-Oberfläche schnell eigene KI-gestützte Workflows entwerfen können, die sich über die eigene Cloud-Plattform direkt in bestehende Abläufe integrieren lassen. Die so entstehenden autonomen, von Piovation als „Agentic AIs“ bezeichneten KI-Agenten können für eine Vielzahl unterschiedlicher Zwecke angelegt oder genutzt werden: etwa, um komplexe Datenanalysen durchzuführen, Entscheidungsprozesse zu unterstützen oder Routineaufgaben zu automatisieren.
Als ein typisches Anwendungsfeld gilt der Einsatz in der Verwaltung. So können beispielsweise administrative Prozesse in Behörden oder Unternehmen effizienter gestaltet werden, indem KI-Agenten Dokumente analysieren, Sachbearbeitungsschritte automatisieren oder die Terminvergabe optimieren. Auch der Einsatz im Kundenservice wird als potentielles Anwendungsfeld genannt, indem intelligente Chatbots und telefonische Assistenten rund um die Uhr für Anfragen zur Verfügung stehen. Neben Behörden verspricht diese Herangehensweise vor allem für kleine und mittelständische Unternehmen erhebliche Vorteile, da hierfür keine spezialisierten Entwicklerteams nötig sind, um KI-Technologien in ihre Prozesse zu integrieren. Stattdessen können Fachabteilungen selbstständig Anwendungen konfigurieren und sofort produktiv nutzen.
Stand: 08.12.2025
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Um den Einstieg in die Nutzung von KI zu erleichtern, bietet das Unternehmen auch vorgefertigte Lösungen, die direkt einsatzbereit sind. Der bei den meisten oberflächlich mit KI-Anwendungen vertraute Anwendungsfall von Modellen wie ChatGPT oder DeepSeek ist der Chatbot. Auch Piovation hält mit PioDialog einen solchen vorgefertigten Chatbot zur Anwendung bereits, um beispielsweise automatisierte Kommunikation mit Bürgern oder Kunden und kann Anfragen effizient bearbeiten. Der Telefon-Agent PioConnect übernimmt die Anrufvermittlung und kann mehrsprachige Anfragen entgegennehmen, automatisch weiterleiten oder sogar einfache Anliegen eigenständig bearbeiten. Ferner erlaubt der KI-Agent PioProtokoll, automatisch Gesprächsprotokolle zu erstellen und diese gemäß den Anforderungen der jeweiligen Organisation zu strukturieren. Damit wird nicht nur die Dokumentationspflicht erleichtert, sondern auch eine effiziente Verwaltung von Besprechungsinhalten ermöglicht.
KI-Plattform „made in Germany“: Datensicherheit und DSGVO-Konformität
Die bestehenden globalen Anbieter großer KI-Modelle und Plattformen haben gerade für deutsche Unternehmen einen entscheidenden Nachteil. Egal ob es sich um DeepSeek aus China oder in den USA angesiedelten Unternehmen wie OpenAI oder dem Meta-Konzern handelt: das Thema Datensicherheit bleibt kritisch. Ein Konzern wie Siemens zögert mit dem Einsatz der chinesischen DeepSeek-Modelle aus Angst darüber, dass kritische Informationen auf diesem Weg außer Hand gegeben werden – nicht zu Unrecht, wie die Untersuchungen europäischer Datenschutzbehörden oder der kürzlich in Südkorea ausgesprochene Bann gegen die Nutzung der KI-Modelle des chinesischen Anbieters verdeutlichen. Aber auch die amerikanischen Plattformanbieter können unter diesem Aspekt nicht vorbehaltlos akzeptiert werden, nicht zuletzt deshalb, weil der aktuelle Kurs der US-Regierung das ohnehin wackelige Transatlantik-Datenschutzabkommen zwischen den USA und der EU weiter aufweicht.
Piovation verspricht hingegen eine Einhaltung der in Deutschland geltenden hohen Datenschutz-Standards: Die deutsche KI-Plattform Piosphere wird ausschließlich in deutschen Rechenzentren betrieben und erfüllt die Vorgaben der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) sowie weitere regulatorische Anforderungen.
Im Gegensatz zu vielen internationalen Cloud-Diensten, bei denen Daten unter Umständen ausländischen Rechtsvorschriften unterliegen, bleiben die Informationen bei Piosphere vollständig unter deutscher Kontrolle.
Die Sicherheit wird durch eine moderne Zero-Trust-Architektur zusätzlich erhöht. Jede Anfrage innerhalb des Systems wird kontinuierlich verifiziert, um unbefugten Zugriff oder Manipulationen zu verhindern – selbst, wenn diese aus dem eigenen internen Netzwerk zu kommen scheinen. Das Resultat, verspricht das Unternehmen, sei eine hochsichere Cloud-Umgebung, die sich besonders für sensible Anwendungen eigne – mit allen Vorzügen hochmoderner KI-Modelle.
Datensouveränität und moderner KI-Einsatz in einem
Das Versprechen von Piovation lässt durchaus Aufhorchen: Eine vollständig in Deutschland entwickelte KI-Cloud-Plattform zur Verfügung, die sowohl den technischen als auch den regulatorischen Anforderungen des Marktes gerecht wird. Die Kombination aus modernster Technologie, einfacher Bedienbarkeit und höchster Datensouveränität macht sie zu einer attraktiven Lösung für Unternehmen und Behörden, die künstliche Intelligenz effizient einsetzen möchten - leicht zu bedienen und Unter Einhaltung der für Europa essentiellen hohen Datenschutzstandards. Mit einer solchen Lösung könnte Deutschland nicht nur seine technologische Souveränität im Bereich künstlicher Intelligenz stärken, sondern auch ein europäisches Modell für sichere und nachhaltige Cloud-Technologien etablieren. . (sg)